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„Das tu ich mir nicht an!“

Mittwoch, 13. Dezember, 2006Dienstag, 2. März, 2021
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„Das tu ich mir nicht an!“
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Wien, Mittwoch, der 13. Dezember 2006:

Mittlerweile hatte sich im Unternehmen herumgesprochen, ein junger Kollege, er arbeitete in der CAD-Abteilung, hatte gekündigt. Ich war regelrecht entsetzt als ich die hörte, denn gerade er machte einen besonders guten Eindruck, als würde er sich für diesen Job besonders gut eignen – und nicht nur als CAD-Konstrukteur, sondern auch für die Projektbearbeitung.

Als ich einige Tage zuvor wieder einmal etwas mit ihm zu tun hatte, ich ihn dabei angesprochen hatte, entsetzt darüber zu sein, dass er das Unternehmen nun verlassen möchte, fragte er mich, ob er nicht einmal mit mir auf die Baustelle bei der WEG Zentrale mitkommen könnte, denn er möchte dies gerne einmal sehen. Allerdings nicht an einem Tag, an welchem eine Besprechung stattfindet, sondern wenn ich einmal nur die Baustelle, die Kollegen von der Montage besuchen würde, damit er einmal sieht, wie dies in diesem Unternehmen abläuft. Was ich ihm auch gerne zugesagt hatte.

Nun fuhr ich an diesem Tag auf die Baustelle und nahm ihn mit, wie vereinbart. Doch kaum waren wir eine Weile mit meinem Dienstwagen unterwegs, merkte ich, er wollte sich einmal mit mir unterhalten. Weshalb ich ihn fragte, wieso er denn nun in diesem Unternehmen gekündigt hätte, schien es doch so, als wären eigentlich alle Kollegen mit ihm äußerst zufrieden, aber auch der Chef von ihm überzeugt. Weshalb es doch sicher eine Möglichkeit geben müsste, jemanden wie ihn in solch einem Unternehmen zu halten. Doch darauf meinte er,

„auf keinen Fall! So etwas, was ich hier erleben müsste, das würde er sich auf keinen Fall antun! Ein Mann, wie gemacht für diesen Job, und dann kann er sich dauernd piesacken und ausnützen, regelrecht demütigen lassen und kann nichts tun dagegen! – Das tue ich mir nicht an! – Ich beobachte das schon die ganze Zeit!“

Nun war mir klar, was er meinte. Denn dies war nicht nur für jeden Kollegen jederzeit klar zu erkennen.

Was mich allerdings nun völlig wunderte war, er selbst freute sich darüber nicht, wie dies andere Kollegen taten. Sondern dies schien der Grund dafür zu sein, weshalb er seinen Job in diesem Unternehmen an den Nagel hing. Weshalb ich ihn etwas über seine bisherigen Erfahrungen in diesem Unternehmen befragte. Wobei er mir erklärte, selbst erst seit Juni in diesem Unternehmen zu arbeiten, da er in diesem Jahr erst die HTL abgeschlossen hatte. Was mich noch mehr verwunderte, denn ich hatte den Eindruck, er müsste schon viel länger in diesem Unternehmen arbeiten, erweckte er doch überhaupt nicht den Eindruck, als wäre er ein Anfänger. Doch darauf erklärte er mir, sein Vater hätte selbst einen kleinen Betrieb zu Hause und daher würde er das Geschäft auch eigentlich schon seit seiner Kindheit kennen und zumindest miterlebt haben. Als ich ihm dann erklärte, bei mir wäre dies ähnlich gewesen und ich, als ich in das Berufsleben eingestiegen bin, nur umsetzen musste, was ich bisher schon gekannt hatte, meinte er,

„ja eben! Das ist es eben! – Und das wollen sie nicht! – Das tu‘ ich mir nicht an!“

Da würde er lieber nun an die Universität studieren gehen und nebenbei für seinen Professor in dessen Büro als Zeichner arbeiten. Die Zusage dafür hätte er nun. Daher lässt er diesen Job lieber!

Ich war richtig enttäuscht darüber, aus diesem Grund so einen jungen Kollegen zu verlieren. Allerdings machte mich dies doch auch sehr nachdenklich. Denn es wunderte mich auch nicht mehr, wenn ich all jene, welche mir in meinem Leben wichtig wären, mit welchen ich gerne Kontakt suchen würde, mit welchen ich gedanklich auch einer Linie wäre, mit all diesem „Theater“, diesen angeblichen „Spielchen“, verliere. Wer will das schon!

(2021-02-14)

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