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Nun musste mir mein neuer Chef unbedingt seine politische Zugehörigkeit zeigen

Mittwoch, 14. September, 2005Samstag, 2. Januar, 2021
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Nun musste mir mein neuer Chef unbedingt seine politische Zugehörigkeit zeigen
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Wien, Mittwoch, der 14. September 2005:

Auch wenn die Projektvorstellung von Niko R. am Vortag etwas realitätsfern war, angesichts der Lage bei diesem Projekt, so hatten wir wenigstens ausführlich über das Projekt diskutiert und dabei auch eines der größten Probleme im Projekt erläutert – Alois H. Wenngleich dies keinesfalls in böswilliger Absicht geschehen war. Es zeichnete sich allerdings doch eine Schwachstelle im Projekt heraus, die zu Kommunikationsschwierigkeiten führte, und diese schein ganz einfach Alois H. zu sein.

Aber so wusste nun auch ich, woran ich bei diesem Projekt war und ging gleich meiner Arbeit nach. Schließlich galt es hier eine Menge an Arbeit aus den vorangegangenen Wochen und schon Monaten nachzuholen. Gerade im Bereich der Starkstrominstallation, welche nun in meinem Verantwortungsbereich lag. Seit gestern auch offiziell.

Doch kaum saß ich an diesem Morgen an meinem Arbeitsplatz, kam schon Alois H. zu mir an den Tisch gelaufen und holte mich zu sich in sein Büro, denn er hätte dringend etwas mit mir zu besprechen. Wobei, ganz schlau wurde ich dabei nicht, was er nun von mir wollte. Denn er sprach ständig darüber, man müsste sich erste einmal ausführlich die bestehenden Anlagen im Betrieb ansehen und im Detail aufnehmen, denn die gesamten Anlagen sind bereits alle vorhanden. Allerdings eben in einem alten betrieb, welcher nun in den neuen Standort übersiedeln sollte. Für mich wäre dies einfach eine Selbstverständlichkeit gewesen. Welche allerdings offensichtlich in noch nicht ausreichender Weise bisher nachgegangen wurde. Daher würde dies eben nun dringend erforderlich sein.

Doch nun machte mich plötzlich Alois H. dafür verantwortlich, da dies bisher noch nicht geschehen sein. Zudem tat er so, als müsste man, insbesondere ich, alles liegen und stehen lassen und sofort in den alten Betrieb fahren, um dort alles aufzunehmen. Anders könnte ich doch gar nicht meiner Arbeit bei diesem Projekt nachgehen. Es kam beinahe soweit, dass ich dies auch am liebsten getan hätte, denn Alois H. und ich standen kurz vor einem riesigen Krach.

Allerdings ist dies nicht so einfach möglich. Denn ist doch die bestehende Anlage noch voll im Betrieb und es ist unmöglich, dort einfach aufzukreuzen, um die bestehenden Geräte und Teilanlagen aufzunehmen. Daher wusste ich nun gar nicht mehr, was Alois H. von mir wollte. Sollte ich nun einfach meine Arbeit ruhen lassen, bis endlich ein Termin zur Aufnahme der bestehenden Anlage gefunden wurde?

Als ich wieder zurück an meinen Arbeitsplatz ging, bemerkte Werner N., dass ich etwas aufgebracht war. Weshalb er mich zu sich an seinen Arbeitsplatz holte, um mit ihm darüber zu sprechen, was ich gerade mit Alois H. erlebt hatte. Daraus entwickelten sich in der Folge auch durchaus konstruktive Gespräche, welche dann meinst im Stiegenhaus, an der Raucherecke, weitergeführt wurden. Allerdings blieb es an diesem Tag noch dabei, dass Werner N., offensichtlich auch in seiner Funktion als Betriebsrat, zu Alois H. ging, um mit ihm zu sprechen. Denn schließlich konnte mich Alois H. nicht für die Versäumnisse in der Vergangenheit bei diesem Projekt verantwortlich machen. Denn schließlich kreisten in meinem Kopf immer noch die Gedanken darüber, dass ich lediglich einen Vertrag bis Ende Februar in diesem Unternehmen habe und keine Lust habe, mich bei diesem Projekt aufzureiben, wenn es danach ohnedies keine Fortsetzung meines Vertrages gäbe, hängt diese doch in erster Linie von Alois H. ab. Aber wenn dieser nun schon in der zweiten Woche so anfängt, dann sah ich für eine Verlängerung meines Vertrages, und erst einer Einstellung im Unternehmen selbst, keine Basis. Dies hatte wohl Werner N. als erster bemerkt.

Wenig später, Werner N. hatte längst mit Alois H. gesprochen, holte mich Alois H. wieder zu sich in sein Büro an seinem Besprechungstisch. Diesmal benahm er sich gebührlich mir gegenüber. Allerdings, so schien es, musste er mir nun unbedingt seinen Kugelschreiber zeigen, an dem in großen, fetten, roten Buchstaben zu lesen stand: ÖAAB! Dies klingt vielleicht seltsam. Doch er rieb mir diesen Kugelschreiber regelrecht unter die Nase. Und dies in einer Weise, sodass ich unbedingt die Aufschrift darauf lesen können musste. Immer wieder drehte er seinen Kugelschreiber äußerst auffällig so, sodass ich einfach lesen musste, was darauf geschrieben stand. Dabei kam er sogar auf meine Tischseite herüber, um etwas auf seinem Notizblock zu notieren, drehte wieder seinen Kugelschreiber, sodass die Aufschrift darauf zu lesen war und legte ihn schließlich direkt vor mir auf meinen Notizblock, als wollte er mir damit etwas sagen.

Nun dachte ich mir lediglich meinen Teil dabei. Aber, sollte sich dies in dieser Weise fortsetzen, so werde ich wohl nicht sehr lange in diesem Unternehmen tätig sein. Denn, eine reelle Zukunft sah ich in diesem Umfeld nicht für mich! Nicht etwa, weil mir Alois H. nun seine offensichtliche politische Zugehörigkeit kund getan hatte und ich vielleicht damit ein Problem hätte, ganz und gar nicht, diese war mir schlicht egal, aber sollte dies wichtiger sein als das Projekt selbst, dann wird es wohl für mich keine Zukunft hier geben. Denn dies war eines der wenigen Projekte in diesem Unternehmen zu dieser Zeit und stand unter besonderer Aufmerksamkeit, da es doch ein Gemeinschaftsprojekt mit jenem Unternehmen im Konzern, welches sich mit HKLS-Anlagen beschäftigt, war. Ganz abgesehen davon waren die Ergebniszahlen des Unternehmens nicht gerade die besten. – Also, unter diesen Umständen schein meine Zeit in diesem Unternehmen ohnedies begrenzt und mit meinem Vertragsende im Februar zu Ende zu sein.

Zudem, ein Arbeiten mit einem solchen Choleriker als Vorgesetzen, ist nicht gerade erstrebenswert!

(2020-11-23)

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