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Die Angebotsabgabe für „Slowa-Kia“

Donnerstag, 7. April, 2005Freitag, 9. Oktober, 2020
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Die Angebotsabgabe für „Slowa-Kia“
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Ismaning, Donnerstag, der 7. April 2005:

Ganze drei Tage hatte ich nun, dieses Angebot für die Werkshalle einer Lackieranlage in dieser neuen Europazentrale des südkoreanischen Automobilherstellers zu kalkulieren. Anfangs hatte ich Befürchtungen, ich würde in dieser kurzen Zeit gar keine Angebote für die angefragten Gerätschaften erhalten. Doch Dienstag, Mittwoch trudelten nacheinander alle Angebote der Lieferanten, welche ich durch den Zentraleinkauf in Linz anfragen ließ, bei mir ein.

Anfangs war ich darüber etwas überraschts, doch heute, da ich dieses Angebot fertigstellen musste, bekam ich auch die restlichen Unterlagen dieser Anfrage von „Adi“ dazu und dabei musste ich feststellen, diese Anfrage des Herstellers der Lackieranlage aus Stuttgart war schon sehr lange im Büro eingetroffen, nicht erst kurz bevor ich diese von Karl P. am Montag nachmittags erhalten hatte. Diese Anfrage traf bereits vor der Osterwoche, am Donnerstag, dem 17. März, im Büro ein. Also ganze drei Wochen wären eigentlich dafür Zeit gewesen. Ich hingegen musste dieses Angebot binnen drei tagen erstellen. Wobei dafür ja nicht nur ein Angebot zu kalkulieren war, sondern, da die Leistungen nur funktionell beschrieben waren, lediglich Architekturpläne der Werkshalle der Ausschreibung beilagen, musste ich dafür auch erst noch eine Planung im Konzept erstellen, um überhaupt ein Angebot kalkulieren zu können.

Nun war gerade dies stets eine meiner größten Leidenschaften im Beruf, Anlagen zu konzeptionieren und dafür auch Kalkulationen zu erstellen, noch dazu bei funktionalen Ausschreibungen, bei welchen ich noch dazu „kreativ“ sein konnte, daher hatte mich dies auch nicht weiter gestört. Jedoch wäre es doch äußerst hilfreich gewesen, etwas mehr Zeit dafür zur Verfügung zu haben. Allerdings beschweren darüber, dass wollte ich nun auch wieder nicht. Hatte ich doch erst vor einer Woche ein klärendes Gespräch mit Karl P., bei welchem der Ausgang gänzlich offen war, es auch meine Kündigung im Unternehmen zur Folge haben hätte können.

Diese Ausschreibung lag nun offensichtlich schon viele Tage im Büro in Linz. Wahrscheinlich hatte auch bereits jemand mit der Arbeit daran begonnen. Diese dann jedoch nicht fertiggestellt, da er vielleicht über Ostern im Urlaub war, oder dergleichen, weshalb nun also ich diese Ausschreibung von Karl P. am Montag erhalten hatte. Daher sind wahrscheinlich auch bereits alle erforderlichen Anfragen auch schon seit längerer Zeit an die Lieferanten gesendet worden, weshalb ich die Angebote so zeitgerecht erhalten hatte.

Gerade einfach war es zudem auch nicht, dieses Angebot in dieser kurzen Zeit zu erstellen. Auch wenn mein gleich zu Beginn gefasster Plan dafür beinahe perfekt umsetzbar war. Musste ich nach meinem Plan doch nur die Einheitspreisliste kalkulieren, die diese ohnedies bereits beinahe alle wesentlichen Positionen enthielt, und danach nur mehr eine Massenermittlung anhand meines Konzeptes erstellen. Wobei ich dabei allerdings das Kalkulationsprogramm beinahe bis an seine Grenzen brachte und bei einigen Positionen alle zur Verfügung stehenden Kalkulationszeilen benötigte.

Allerdings muss ich eines schon erwähnen. Die VA Tech war in Sachen EDV-Ausstattung, gerade in Sachen Qualität und Quantität der Datenbanken, gerade im Bereich der Einkauf, Kalkulation und sonstiger Projektbearbeitung auf äußerst hohem Stand. Viele Unternehmen wären neidisch über einen derart hohen Datensatz an Materialien, welche für eine Kalkulation und später auch in der Projektbearbeitung erforderlich sind, die noch dazu stets auch auf aktuellem Stand gehalten wurden. Dies vereinfachte auch eine Angebotserstellung erheblich, da nicht erst alle Positionen mühsam aus Katalogen und Preislisten herausgesucht werden mussten, oder bei Lieferanten angefragt werden mussten, sondern direkt aus der Datenbank in das Kalkulationsprogramm übernommen werden konnten. Kommt es doch bei solch einem Angebot nicht darauf an, für jede einzelne Position den günstigsten Preis einzusetzen, sondern erst einmal einen Preis für die gesamte Anlage zu erhalten, bei welchem allerdings auch alles vollständig enthalten ist und alle erforderlichen Leistungen erfasst sind, um damit in Verhandlungen mit dem potentiellen Auftraggeber zu treten. Wofür allerdings trotzdem das Angebot bereits interessant genug sein muss, um überhaupt zu Auftragsverhandlungen eingeladen zu werden. Den besten Preis für die einzelnen Gerätschaften und Leistungen zu finden, das kommt in so einem Fall erst, nachdem der Auftrag eingelangt ist und alle Teile der Anlagen durchgeplant sind.

Einige Anagenteile konnte ich erst auch gar nicht anfragen, da ich dafür erst ein Konzept erstellen musste. Wie zum Beispiel die Schaltanlagen. Wurde diese Werkshalle doch auch von einer eigenen Trafostation versorgt, welche auch mit anzubieten war und mit drei Transformatoren mit einer Leistung von je 1.500 kVA, also in Summe von 4,5 MVA auch nicht gerade klein war. Dafür konnte ich eben in diesem Unternehmen auf die vorhandene Datenbank zugreifen, was die Arbeit natürlich wesentlich erleichterte.

Wenn es eines gegeben hat, was mich damals schon seit Monaten verwunderte, dann war es dies, dass meine Kalkulationen, welche ich für all die Angebote, die ich bisher erstellt hatte, eigentlich nie im Detail angesehen wurden. Keine Besprechung darüber, keine Nachfragen, nichts. Meist war es nur mehr ein formaler Akt, meine Kalkulationsblätter der Angebote von den Zuständigen abzeichnen zu lassen. Dies noch dazu bei all dem Misstrauen, dieser Verachtung, welche mir in diesem Unternehmen entgegengebracht wurde. Nun waren dies bisher allerdings nur Angebote, ei welchen der Endpreis unter 100.000 Euro lag. Daher hatte ich dem kaum viel Bedeutung zugemessen.

Nun hatte ich allerdings eine Angebotssumme von, wenn ich mich recht erinnere, von 5,6 Mio. Euro. Noch dazu bei einer funktionalen Ausschreibung, bei welcher, um überhaupt eine Kalkulation zu erstellen, erst eine Projektierung im Konzept erfolgen musste. Aber auch bei diesem Angebot gab es dazu überhaupt keine Nachfragen, als ich am Nachmittag die Kalkulation fertig hatte, und auch das Kalkulationsblatt fertig ausgefüllt an „Adi“ übergab, der dieses dann an Karl P. weiterleitete, damit dies weiters von der kaufmännischen Abteilung in Linz, sowie in diesem Fall, auf Grund der Höhe der Angebotssumme, auch vom Vorstand des Konzerns unterfertigt wird. Dies lief derart problemlos über die Bühne, als wäre es einfach nichts. Wobei ich allerdings ja schon seit einigen Wochen den Eindruck hatte, all die Verantwortlichen, welche meine Kalkulationen abzuzeichnen hatte, wussten längst über den Inhalt Bescheid, bevor ich das Kalkulationsblatt überhaupt zur Freigabe weiterleitete.

Am späten Nachmittag hatte ich alle erforderlichen Unterschriften für das Angebot eingeholt, weshalb das Angebot auch rechtzeitig an diesem Tag noch per Mail an den Auftraggeber nach Stuttgart gesendet werden konnte.

(2020-09-26)

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