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„Ich will die Leute unter Kontrolle haben!“

Dienstag, 20. Januar, 0201Donnerstag, 9. Mai, 2019
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„Ich will die Leute unter Kontrolle haben!“
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„Ich will die Leute unter Kontrolle haben!“

Frankfurt – Wien, Freitag, der 20. Jänner 2017:

Endlich war es Freitag geworden und meine erste Arbeitswoche in Frankfurt neigte sich dem Ende entgegen. Der Vormittag verlief auch relativ ruhig, denn mein neuner seltsamer Arbeitskollege Andreas B. hatte sich bereits am Tag zuvor gegen 3 Uhr am Nachmittag verabschiedet, war er doch nur ein freier Mitarbeiter. Ehrlich gesagt, ich hätte gehofft, es wäre meine erste und auch meine letzte Arbeitswoche in diesem Büro, in welchem ich nun arbeitete, aber es sah leider nicht danach aus.

Kurz nach Mittag erklärte ich dann unserer Sekretärin, der Frau des Chefs, ich müsste heute schon um 2 Uhr gehen, damit ich meinen Zug nach Wien noch rechtzeitig erreichen kann. Aber sie meinte nur, dies müsste ich mit dem Chef klären, was ich dann auch gleich tat und auf geradem Weg in sein Büro ging. Aber ich staunte nicht schlecht als er mir zu erklären begann, er würde hoffen, dies wäre das letzte Mal, denn schließlich würde laut Dienstvertrag die Arbeitswoche bis Freitag 16:00 Uhr dauern und er sich zudem erwarten würde, dass sich daran auch alle halten. Nun stand ich bei ihm im Büro und dachte mir, dies wird wohl eine schwierige Angelegenheit werden mit ihm. Denn solch eine Reaktion hätte ich nun wirklich nicht erwartet. Bin ich doch der Meinung, wer bis Freitag Mittag seine Arbeit für die Woche noch nicht erledigt hat, der wird dies Freitag nachmittags auch nicht mehr schaffen. Aber ich dachte mir, irgendwann werde ich ihm dies schon klar machen können und vertröstete ihn, dies läge einfach daran, dass ich in Frankfurt noch keine Wohnung hätte und daher, gezwungener Maßen, über das Wochenende wieder zurück nach Wien fahren müsste.

Als ich wieder aus seinem Büro kam, musste ich erst einmal kurz durchschnaufen. Ging an meinen Arbeitsplatz zurück und begann schön langsam meine Sachen zu packen, um mich aus dem Büro für diese Woche zu verabschieden. Aber dann hörte ich, wie die Sekretärin ins Büro des Chefs ging und zu ihm meinte,

„wieso machst Du das?“

Darauf meinte er,

„ich will die Leute unter Kontrolle haben!“

Und schon war diese Unterhaltung wieder beendet. Nun musste ich noch einmal kräftig durchschnaufen, denn dies schien wohl ein äußerst schwieriger Fall zu werden.

Um 2 Uhr verlies ich dann das Büro, verabschiedete mich noch sehr freundlich und verschwand so schnell als möglich aus dem Büro, fuhr in mein Hotel, holte dort meinen Koffer ab und ging zum Hauptbahnhof hinüber. Zeit hatte ich noch genug, um meinen Zug, den ICE 229 um 16:21 Uhr, zu erreichen, daher musste ich beinahe noch eine Stunde auf die Abfahrt des Zuges heim nach Wien warten, aber das war mir egal. Denn ich wollte keinesfalls auch noch den stress haben, eventuell diesen Zug auch noch zu verpassen, ist dies doch der letzte Zug, welcher direkt von Frankfurt nach Wien fährt, ohne den Nachtzug nehmen zu müssen.

Zum Glück war ich früh genug dran, daher war ich auch einer der ersten, welche in den Zug einstiegen, als dieser endlich abfahrbereit am Bahnsteig stand, denn dieser Zug schien gewöhnlich richtig voll zu werden, daher hatte ich auch noch einen Sitzplatz ergattert.

Nun saß ich endlich im Zug auf meinem Platz und freute mich schon darauf, endlich wieder nach Hause zu kommen, da bemerkte ich zwei auffallend große Männer, welche beinahe als letzte einstiegen und hörte, wie einer der beiden meinte,

„Wha! Und der sitzt auch noch in einem vollen Zug!“

Irgendwie war mir sofort klar, wer damit wieder gemeint sein würde, daher verfolgte ich auch noch genau, wohin sich den diese beiden Männer wohl hinsetzen werden. Sie bekamen dann auch noch freie Sitzplätze, nur wenige Reihen von meinem Platz entfernt. Kaum saßen die beiden, fuhr der Zug auch endlich ab.

Eine Frau schien diese beiden Männer ebenfalls beobachtet zu haben und meinte lachend zu ihrem Sitznachbarn, kaum hatte sich der Zug in Bewegung gesetzt,

„jetzt haben sie wieder alle abziehen müssen, weil sich alle nur mehr lustig über sie gemacht hatten!“

Der Mann nahm dies nur zustimmend zur Kenntnis und ich dachte mir, es scheint so zu sein, dass dies auch anderen Leuten auffällt, wenn sich in meiner Umgebung eigentlich unauffällige Menschen, welche dann allerdings doch sehr auffallen, bewegen. Zudem hatte ich mir schon am Morgen, als ich mir an der Rezeption im Hotel ein Zimmer für die nächste Woche reservierte und dort auch noch bat, ob ich denn nicht meinen Koffer bis nachmittags gegen drei Uhr noch abstellen könnte, und dabei von Gästen, welche offensichtlich vorzeitig abreisen und auch nicht wieder kommen, ich von ihnen auch noch einen äußerst bösen Blick geerntet hatte, als ich hinter ihnen zu stehen kam, dies waren Gäste im Hotel, welche nicht ganz zufällig im gleichen Hotel wie ich die letzten Tage übernachteten. Also, irgendwie passte dies alles zusammen. Und selbst diese beiden Männer hatte ich zu der gleichen Personengruppe gezählt, welche zudem auch nicht gerade den Eindruck erweckten, als hätten sie einen erfolgreichen Geschäftstag in Frankfurt hinter sich.

In Nürnberg leerte sich der Zug endlich etwas, aber er wurde sogleich mit beinahe gleich vielen Fahrgästen wieder ebenso voll, wie zuvor. Doch da fiel mir ein Mann auf, als er beim Aussteigen an meinem Sitzplatz vorbei ging und meinte, als er mich sitzen sah,

„jetzt haben sie es hoffentlich auch mitbekommen, dass das nicht der ist! – Dass der das gar nicht einmal sein kann!“

Er sah mich an, als er dies sagte, lächelte und stieg aus dem Zug aus. Irgendwie hatte ich den Eindruck, dies war eine Botschaft, gerichtet an jene Personengruppe, welcher ich auch diese beiden Männer kurz vor Abfahrt des Zuges zuordnete. Allerdings hatte ich auch den Eindruck, dieser Mann wollte diese Botschaft erst loswerden, wenn er danach nicht mehr im Zug sitzt.

Irgendwie klangen diese Meldungen, einerseits von diesem Mann in Nürnberg, sowie auch zuvor schon von dieser Frau, als der Zug in Frankfurt abfuhr, sowohl erleichternd für mich, andererseits stimmten sich mich noch nachdenklicher, als ich dies ohnedies schon war. Denn wer sind diese ominösen Personen gewesen, welche sich in meiner Umgebung aufhielten, sodass sie sogar schon mir ebenfalls gänzlich unbekannten Personen aufgefallen waren und sich dabei derart lächerlich gemacht hatten, weshalb sie „abgezogen“ werden mussten. Und zudem, wie um alles in der Welt kann man nur zur Ansicht kommen, ich selbst wäre der Urheber dieses unsäglichen Theaters um meine Person.

Nun hatte ich obendrein auch noch einen neuen Chef, der die Leute „unter Kontrolle“ haben will.

Diese beiden Männer fuhren übrigens bis Linz mit mir im gleichen Zug.

Um Mitternacht war ich dann endlich zu Hause.

(2019-04-12)

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