Wien, Freitag, 1.12.2024 23:55 Uhr:
Jetzt, da diese Signa Holding Insolvenz angemeldet hat, muss ich wohl einmal etwas grundsätzlich dazu notieren. Denn diese Signa, die gesamte Gruppe, aber vor allem René Benke, war immer wieder Teil von Gesprächen in den letzten, ja fast schon 25 Jahren, auch mich betreffend. Wobei grundsätzlich dazu festzuhalten ist, dass ich nie direkt mit irgendeiner dieser Firmen und deren Personal irgendetwas etwas zu tun hatte. Allerdings wurde immer wieder darüber gesprochen. Wobei für mich immer wieder sehr auffallend war, dass jedes Gespräch binnen kürzester Zeit regelrecht abgewürgt wurde und es sogar auch regelrecht Drohungen gab, wenn jemand, darunter eben auch ich, nicht aufhören würde. Also das war regelrecht wie eine heilige Kuh. Umso mehr wundert es mich nun, da schon seit einigen Wochen, aber gerade nun, da Insolvenz angemeldet wurde, zum Beispiel die Medien, darüber regelrecht voll sind. Es scheint fast so, als sollte dieser R. Benko medial regelrecht vernichtet werden.
Drei Vorfälle möchte ich dazu festhalten, welche mir spontan, ohne lange darüber nachzudenken, sofort einfallen, wie Gespräche, in denen ich involviert war, verlaufen sind, in welchen es um dieses Firmenimperium, oder um R. Benko, ging.
Der erste Fall reicht in den Anfang des Jahres 2006 zurück. Damals arbeitete ich noch in Wien Liesing bei MCE. Wir sprachen damals am Rauchertisch im Treppenhaus über R. Benko. Anlass dafür dürfte, so viel ich mich spontan erinnern kann, die Auszeichnung von R. Benko vom damaligen Landeshauptmann Platter als Unternehmer des Jahres 2005 gewesen sein. Über den genauen Inhalt dieses Gespräches müsste ich etwas nachdenken, aber ich kann mich noch gut daran erinnern, dass ich mich zwar etwas skeptisch bezüglich R. Beko geäußert hatte, und es etwas verwunderlich empfand, da dieser nun gar Unternehmer des Jahres in Tirol sein soll, aber ich hatte mich sicher nicht negativ oder abfällig darüber geäußert. Von Neid und Missgunst war ich ohnedies nie getrieben. Daher konnte auch dies nicht Inhalt des Gespräches gewesen sein. Jedoch kann ich mich noch bestens daran erinnern, dass, abgesehen davon, dass dieses Gespräch eben sehr rasch von einigen der Teilnehmer abgewürgt wurde, mich danach Ewald n., der für die Mittelspannungsanlagen im Unternehmen zuständige und BZÖ-Parteigänger, am Arbeitsplatz darauf angesprochen wurde. Wobei dieser meinte, „man”, wie er es durchklingen ließ, müsse bei solchen Gesprächen richtig vorsichtig sein, denn es könnte sehr schnell passieren, dass man dabei auch rechtliche Schwierigkeiten bekommen könnte, sollte man etwas sagen, was als schädigend der betreffenden Person oder dem Unternehmen ausgelegt werden könnte und dies jemand sogar bezeugen könnte. Daher sollte in so einem Gespräch sehr aufpassen, was man sagt, beziehungsweise besser erst gar nichts sagen. Was mich richtig verwundert hatte. Denn er selbst war ja gar nicht am Gespräch beteiligt. Und was könnte ihn das betreffen? – Und was mich noch viel mehr gewundert hatte, war, dass sich dafür offenbar sogar manche als Zeugen hergeben würden, um dies zu belegen! – Was mich am Allermeisten gewundert hatte. Denn meine Geschichte mit diesem „verrückten Wirt” war ja noch richtig frisch. Und wie oft hatte ich gehofft, irgendjemanden zu finden, der mir bezeugen könnte, was dieser da über mich, gerade in seinem Lokal, ablässt. Hätte ich jemanden als Zeugen dafür gefunden, ich wäre sofort diesem „verrückten Wirt” vor Gericht gegangen. Doch irgendwann hatte ich es einfach aufgegeben, irgendjemanden als Zeugen dafür zu finden. Denn ich dachte mir, in solch einem Fall will sich lieber jeder dabei raushalten und schon gar nicht offiziell als Zeuge dafür hergeben. Nun, siehe da, plötzlich schien es sogar so zu sein, dass sich im Fall von R. Benko und dessen Unternehmen manche sogar sehr bereitwillig als Zeugen für mündliche Aussagen hergeben würden! Das hatte mich damals schon mehr als verwundert.
Der zweite Fall reicht ins Jahr 2012, 2013 zurück. Denn auch am Stammtisch meiner Vermieterin in Endersbach war damals Signa immer wieder Thema bei den Gesprächen abends. In diesem Fall ging es damals um die Verurteilung von R. Benko und auch darum, dass sich R. Benko offiziell aus seinem Unternehmen zurückgezogen haben soll. Auch damals ermahnte mich meine Vermieterin regelrecht nachdrücklich, doch aufzupassen, was man sage, denn dies könnte jemand bezeugen und einem daraus rechtliche Schwierigkeiten drohen! Was mich auch mehr als verwunderte. Denn was könnte dies um Himmels Willen meine Vermieterin kümmern!
Der dritte Fall geht ins Jahr 2015 zurück. Das muss Ende des Jahres gewesen sein, also im November, kurz vor meiner Kündigung durch Rainer St. bei Firma Preuß in München, als Rainer St. bei der wöchentlichen Besprechung am Montagmorgen meinte, einer der Kollegen hätte einen Auftrag bei Signa bei einer Immobilie in Südtirol an Land gezogen. Hier sollte nun eine TDD durchgeführt werden und eben unsere Gruppe den haustechnischen Teil hierfür übernehmen. Er klang, als würde nun das Unternehmen in der Oberliga mitspielen und nun richtig im Geschäft sein. Dabei Sprach Rainer St. allerdings nur meine Kollegen an. Es war, als sollte ich gar nicht dabei sein, wenn er dies nun erwähnen würde. Als würde ich nun hier nur stören. Weshalb er dafür einen eigenen Termin ansetzen würde, wenn ich nicht dabei wäre, dann würde im Detail und ausführlich darüber gesprochen werden. Denn, wie er extra meinte, mich dabei richtig despektierlich gedanklich zur Seite wischen, da können nur Leute dabei sein, wie er wörtlich meinte, die auch richtig zusammenpassen. Und nicht so einer, wie der. Wobei er dabei den Kopf in meine Richtung neigte. Was ich als extrem unangenehm empfand. Mir allerdings ohnedies schon länger klar war, was ich bei Rainer St. zu erwarten hatte. Diesen Termin hatte ich dann gar nicht mehr miterlebt, denn da war ich bereits aus dem Unternehmen ausgeschieden. Also kann es nur Ende November 2015 gewesen sein.
Wobei Signa, und auch R. Benko, waren sehr häufig Inhalt von Gesprächen. Wobei es allerdings immer so war, als würde man darüber über etwas ganz Besonderes sprechen. Und wenn dabei einmal etwas Negatives gesprochen wurde, egal von wem, dann wurde eben das Gespräch sofort abgewürgt. Allerdings in entsprechender Form. Sodass sofort erkennbar war, darüber darf man eben nichts Negatives sagen. Sonst gibt es eben Konsequenzen.
Die drei Vorfälle fallen mir jederzeit sofort ein, wenn ich irgendetwas über R. Benko oder Signa irgendwo in den Medien zu lesen, zu sehen, oder zu hören bekomme, oder sonst irgendwo darüber gesprochen wird!
Daher wundert es mich nun umso mehr, was nun in den Medien zu lesen ist! Vor allem wenn ich an die Dokumentation des ORFs, „Der sehr talentierte Herr Benko”, denke … Ich habe mir damals, also diesen September, als ich diese Dokumentation zufällig in ORF 1 sah, noch gedacht, irgendwann wird es diesen R. Benko auch noch erwischen. Denn irgendetwas stimmt dabei nicht. Allerdings ganz leise an meinem Couchtisch im Wohnzimmer, denn, wie gesagt, laut darüber zu sprechen hatte ich gelernt, darf man nicht.
Und zuletzt, da ich nicht von Neid und Missgunst getrieben bin, ich hätte es diesem R. Benko auch vergönnt, wenn er es all den Großen so richtig gezeigt hätte. Allerdings gönne ich es ihm nun genauso, sollte dies nun ganz anders ausgehen!