Wien, Dienstag, 1.2.2022 12:12 Uhr:
Habe gerade in der Küche etwas zu tun, da sehe ich, dass mein privates Mobiltelefon läutet. Schaue nach, sehe die Nummer und denke mir, dies kann nur dieser Sch. von diesem Ingenieurbüro sein, wessentwegen ich tags zuvor bei diesem Vorstellungsgespräch war.
Eigentlich hätte ich mir gedacht, nach meiner Mail vom Vorabend hätte ich nun Ruhe von ihm. Aber während ich darüber nachdachte, war der Anruf schon wieder beendet. Eigentlich hätte ich mir gedacht, nach meiner Mail vom Vorabend hätte ich nun Ruhe von ihm. Aber falsch gedacht.
Daher denke ich mir, rufe einfach zurück und erkläre es ihm, wenn es sein muss auch noch am Telefon. Denn ich verhalte mich allen gegenüber stets korrekt. Habe auch kein Problem mit diesen Personen. Will nur einfach überhaupt nichts mehr zu tun haben damit.
Also rufe ich nun zurück.
Das Erste, was ich zu hören bekomme, als mein Anruf entgegengenommen wird ist,
„ich habe es schon gelesen!”
Bevor sich überhaupt jemand gemeldet hat!
Erst dann meldet sich Herr Sch., wie ich es vermutet hatte.
Nun scheint es so, als wüsste er nicht recht was er sagen soll. Meint, er hätte es auch nicht gewusst, dass diese Leute von VA Tech immer noch so präsent sind in der Branche. Aber das glaube ich ihm überhaupt nicht. Schließlich hat er ja mehrere Leute in diesem Unternehmen, die für ihn dort arbeiten. Mag sein, dass dies für seine Leute und auch für ihn keine Rolle spielt, weil sie selbst mit dabei sind. Aber er weiß das mit Sicherheit!
Also beginne ich ihm das alles noch einmal zu erklären. Ganz offen. Denn meinerseits gibt’s da auch nichts zu verbergen. Erkläre ihm dabei, dass ich eben seit diesem Kasperltheater mit dieser VA Tech immer wieder beruflich konfrontiert bin. Bei jedem Vorstellungsgespräch, wo ich dies irgendwie dann erklären muss. Dafür aber überhaupt keine Lust mehr habe. Denn das war wirklich ein kindisches Kasperltheater, mehr nicht. Was man allerdings niemanden wirklich erklären kann und ich auch keine Lust mehr habe, dies immer wieder irgendwie zu umschreiben, sodass mein Gesprächspartner davon nicht irritiert ist.
Erkläre ihm auch, dass nach der Hälfte des Gesprächs am Vortag, nach einer ¾ Stunde, Herr T. seine beiden Mitarbeiter, welche eben von VA Tech gekommen sind, aus dem Raum hinausgeschickt hat, um mit mir alleine zu sprechen. Worüber Sch. hörbar amüsiert war. Ich danach mit Herrn T. ein richtig angenehmes Gespräch führen konnte, wie ich mir nun eben ein Vorstellungsgespräch, wenn ich das nächste Mal wechsle, vorstelle. Ihm dabei aber unter anderen auch gesagt, habe, dass ich, als Herr H. meine, er und viele seiner Mitarbeiter kämen von Va Tech, am liebsten sofort wieder umgedreht hätte und gegangen wäre. Aber dies erbietet mir eben mein Anstand. Daher tue ich so etwas nicht und führe das Gespräch fort.
Auf eine kurze Rückfrage von Sch., ob dies wirklich so arg wäre, erkläre ich ihm, bei VA Tech scheint es wohl Mindestvoraussetzung gewesen zu sein, keinerlei soziale Kompetenz zu haben. Wobei es sich dabei meiner Ansicht nach um eine Botscherlbuben Mafia handelt. Einen Ausdruck, den ich ihm zwei Mal wiederholen musste.
Für mich ohne wirklichen Zusammenhang frägt er mich dann, ob ich denn Körber kennen würde. Der hat ein Ingenieurbüro, wie er mir berichtete. Käme auch von VA Tech und würde nun auch fast ausschließlich mit ehemaligen VA Tech Leuten zusammenarbeiten. Aber ich habe diesen Namen noch nie gehört. Zumindest nie wahrgenommen.
Dann meint er, ich wäre allerdings in den nächsten Jahren bei ihnen doch sehr gut aufgehoben. Denn sie würden ja mit mehreren Unternehmen zusammenarbeiten. Und da hätte er noch eine Stelle, für die er mich vorschlagen möchte. Das war mir zwar gar nicht recht. Wollte das Gespräch nun aber auch nicht abwürgen. Daher erklärte ich ihm, derzeit, eben aus gegebenem Anlass, wegen diesem Coronavirus, ohnedies nicht gerne den Job wechseln zu wollen.
Aber das hat ihn auch nicht davon abgehalten, mir von dieser neuen Stelle in einem großen Ingenieurbüro zu erzählen. Welches vor allem ich Bereich erneuerbarer Energien, Kraftwerke, Solaranlagen etc. tätig wäre. Dort würde er ich vorschlagen. Dort sollte ich einmal hingehen. Die hätten ihr Büro im 3. Bezirk und dann sehen wir weiter. Wobei er mir auch den Namen des Büros nannte.
Ein Ingenieurbüro, mit welchem ich selbst, ausgenommen dass ich mich dort einmal beworben habe und daher auch schlechte Erfahrungen machen musste, da ich eben zu keinem Vorstellungsgespräch eingeladen wurde, bisher beruflich nichts zu tun hatte. Jedoch hatte ich davon schon viel gehört. Gerade in der Zeit, als ich bei Firma D. in Weinstadt, bei diesem Unternehmen für die technische Tunnelausrüstung, gearbeitet habe. Denn dieses Ingenieurbüro ist auch in diesem Bereich tätig. Wovon mir Sch. nun allerdings nichts erzählt hat. Da hatte ich allerdings, gerade von dieser Montage Mannschaft dieses Kärntner Unternehmens, welches für D. in Annweiler arbeitete, gar nichts Gutes gehört. Aber schon gar nichts! Das scheint, zumindest in diesem Bereich der Tunnel- und Verkehrstechnik eine totale Spaßtruppe zu sein. Weshalb ich auch darüber nicht lange nachdenken werde.
Zuletzt wiederholte Sch. noch einmal, dass ich gerade bei ihnen für den Rest meiner Berufslaufbahn besonders gut aufgehoben wäre. Was ich mir allerdings auch überhaupt nicht vorstellen kann. Denn schließlich sehe ich meine berufliche Zukunft nicht darin, als Leasing Personal für ein Ingenieurbüro für andere Unternehmen zu arbeiten. Leasing Personal ist und bleibt eben Leasing Personal. Und weshalb sollte ich gerade dies nun tun!
Dann meinte er noch, er würde nun mein „Profil” an das Ingenieurbüro senden. Dann soll ich dort einmal hingehen und mir dies anhören. Weiters meinte er noch,
„das andere muss er eh gleich wieder vergessen!”
Worauf ich sagte, na sehen Sie? Denn das weiß ich ohnedies, dass man so bei einem Vorstellungsgespräch nicht über einen ehemaligen Arbeitgeber spricht, auch nicht über einzelne Leute daraus. Das würde mir auch der Anstand verbieten, so zu sprechen. Aber irgendwie kommt dies eben doch immer wieder bei jedem Vorstellungsgespräch zur Sprache. Denn irgendwie muss ich immer wieder meine vielen Wechsel der Arbeitgeber, die allerdings alle in der Angelegenheit mit VA Tech ihre Ursache haben, begründen. Und gerade dazu habe ich eben nun kein Interesse mehr.
Dann war das Gespräch zu Ende.