Wien, Montag, 17.1.2022 10:26 Uhr:
Eigentlich dachte ich, mit meiner Mail bezüglich der Absage meines Termins heute wäre auch die gesamte Bewerbung hinfällig. Aber, siehe da, kaum kam ich von meinem Balkon zurück an meinen Schreibtisch, sah ich, dass mich die Dame von diesem Ingenieurbüro angerufen hätte.
Und schon klingelte das Telefon schon wieder. Also nahm ich doch ab.
Wobei mir diese Dame erklärte, sie hätte gerade beide Herren, mit welchen ich heute meinen Termin gehabt hätte, am Telefon und meinte, sie fände es gut, wenn ich, da ich Symptome hätte, diesen Termin nicht stattfinden lassen möchte. Sie fragte mich aber weiter, ob dieses Gespräch nicht auch telefonisch oder per Videokonferenz stattfinden könnte. Wobei ich ihr kurzerhand sagte, telefonisch ginge es. Jedoch nicht über MS Teams. Denn dies müsste ich mir erst installieren. – Stimmt zwar nicht, aber …
Also meinte sie, sie würde nun versuchen beide Herren ans Telefon zu bekommen, damit dieser Termin wenigstens telefonisch stattfinden könnte.
Und nach einigen Versuchen hatte ich dann auch tatsächlich die beiden Herren am Telefon. Wobei die Dame gleich erklärte, weshalb dies nun stattfinden sollte. Da ich eben Symptome hätte. Jedoch keine Telefonnummern und auch keine Mailadressen meiner beiden Gesprächspartner. Weshalb ich ihr eine Mail gesendet und sie gebeten hatte, dies meinen beiden Gesprächspartnern mitzuteilen. Worauf ich das Gespräch gleich übernehmen sollte und sich die Dame aus der Telefonkonferenz ausklinkte.
Also erklärte ich gleich noch einmal, was mir heute Morgen geschehen sein soll, ich am Wochenende noch extra einen Test absolviert hatte, damit es nur ja nichts hat, welcher dann auch negativ war, ich jedoch nun am Morgen Symptome hatte, weshalb ich den Termin gleich abgesagt hatte, damit ich nicht den Rest der Teilnehmer vielleicht auch noch anstecken könnte. Und auf die Frage, was ich denn nun tun würde antwortete, gleich noch einmal einen Test absolvieren würde.
Danach begann einer meiner Gesprächsteilnehmer, Herr H., zu erzählen, worum es denn ginge. Um einen Job in einem österreichischen Betrieb, welcher in der Petrochemie tätig wäre. Da würde es ja nicht sehr viele geben. Hier würde das Unternehmen, für welches ich nun arbeiten soll, vornehmlich die Erneuerung der Schaltanlagen durchführen. Wofür ein Projektleiter gesucht werden würde, der diese Aufgabe übernehmen soll. Wofür Kenntnisse im Bereich von Schaltanlagen in der Industrie, jedoch vornehmlich Energie Verteilungen, erforderlich wären. Die hatte ich ja durch meine Tätigkeit bei ABB. Was zwar schon längere Zeit aus ist, aber immer noch hin und wieder damit zu tun hätte.
Ebenso würde das Unternehmen die Betreuung sämtlicher Schaltanlagen beim Kunden im Auftrag haben. Weshalb auch dies zur Aufgabe zählen würde.
Somit war für mich klar, worum es ginge. Allerdings wäre dies eben auch genau jener Job, für welchen ich bei diesem Ingenieurbüro schon 2017 im Gespräch war. Dann jedoch nie mehr davon etwas zu hören bekommen habe.
Danach sollte ich erzählen, was ich derzeit beruflich tue. Also erklärte ich, derzeit in einem kleinen Ingenieurbüro in Frankfurt zu arbeiten. Welches jedoch einst zu einem größeren Büro mit Zentrale in Berlin gehörte. Nun jedoch ein eigenes Büro wäre, in welchem ich den Bereich der Elektrotechnik abdecke. Zudem nun eben, nicht nur wegen dem Coronavirus allerdings vornehmlich im Home – Office tätig wäre und somit nur mehr alle 2 Woche für einige Tage zur Regel in Frankfurt wäre. Trotzdem jedoch nun, falls es sich ergeben würde, gerne wieder ganz in Wien tätig werden möchte.
Zudem erzählte ich noch, welche Projekte ich dabei derzeit bearbeiten würde.
Worauf Herr H. meinte,
„das hört sich nicht schlecht an!”
Trotzdem möchte er jedoch noch ein persönliches Gespräch führen. Wobei ich auch ihm nun erklärte, dafür alle 2 Wochen zu beinahe jeder Zeit zur Verfügung zu stehen.
Auch der zweite Mann erklärte von der Tätigkeit. Vor allem davon, dass es auch um die Betreuung des Kunden und dessen gesamte Schaltanlagen gehen würde.
Es dabei zudem einen Mann gäbe, welcher in 1 ½ Jahren in Pension gehen würde, den ich dann vielleicht auch ersetzen könnte.
Zuletzt vereinbarten wir dann einen neuen Termin am 31.1., um 14:00 Uhr bei Siemens. Darüber sollte ich das Ingenieurbüro, welches mir diesen Termin vermittelte, auch noch informieren. Wobei Herr H. noch meinte, ihn hatte ich dabei zumindest in Erinnerung, er möchte nicht hören, dass „sie” keine Leute hätten, wenn dieser Termin nun so spät erst zustande kommen würde. Schließlich ginge es ja auch noch diese Woche, wenn ich morgen meinen negativen Test in Händen hätte.
Nach 21 Minuten war das Gespräch auch schon wieder vorbei. Und es klang beinahe so, als hätte ich nun schon einen neuen Job. Welchen ich allerdings eigentlich gar nicht wollte. Schon gar keinen Jobwechsel in dieser Zeit.
Ich hatte Herrn H. dabei als den Angenehmen in Erinnerung. Herr T. schien der „Böse” zu sein, der sich auch kurz vor Ende der Telefonkonferenz ausklinkte.