Frankfurt, Mittwoch, 15.7.2020 13:05 Uhr:
War gerade in der Mittagspause im Rewe in Bonames.
Als ich an der Kasse stehe und meinen Einkauf mit meiner BahnCard Kreditkarte zahlen wollte, funktionierte dies wieder einmal nicht. Ganze 5 Mal hatte ich es versucht, weder kontaktlos, nicht mit Einstecken der Karte, noch durchziehen der Karte funktionierte. Immer wieder wurde nach der Geheimzahl gefragt, danach allerdings die Zahlung nicht akzeptiert. Wobei, meine Kreditkarte funktioniert sonst einwandfrei. Konnte damit am Morgen die Fahrkarte für die U-Bahn kaufen, gestern auch die Fahrkarte für die Bahn nach Kassel, bezahlen kann ich damit offensichtlich derzeit, zumindest in Deutschland, nicht, obwohl dies am Samstag beim Einkaufen im Hofer, sogar am Montag in der Trafik in Wien einwandfrei funktionierte.
Dabei stand ich bei jener Kassiererin des Marktes, welche ich letzten Sommer schon einmal erwähnt habe, als sie in Bonames ihrer Tochter mit meinem Beispiel erklärte, wie es einem ergeht, der sich gegen dieses Unding stellt.
Als ich dann von der Kasse wegging, meinte sie zu ihrer Kollegin hinter ihr, die Jugoslawin,
„nur gut, dass der jetzt nicht öfters umherschreit wegen der! – Obwohl, irgendwie verstehe ich ihn!“
Hinter mir hatte sich mittlerweile eine beträchtliche Schlange gebildet.
Fiel mir schon gestern auf, dass meine Kreditkarte hier in Deutschland nicht funktioniert, als ich das Taxi, als ich damit auf der Baustelle angekommen bin, damit bezahlen wollte. Auch da probierte ich es ganze 5 Mal, bis ich letztendlich die 28 Euro doch in Bar bezahlte.
Danach saß ich, wie üblich, vor dem Markt auf einer Bank. Man soll nicht glauben, wie argwöhnisch ich dabei beobachtet wurde. Aus von einem Fenster aus dem 1. OG, in welchem sich die Büros des Marktes befinden. Aber auch im und vor dem Markt selbst. Wobei sogar welche dabei waren, welche, kaum mich erblickt, sofort zum Mobiltelefon gegriffen haben und dabei stolz ihren Ranzen präsentierten!
Beim Weggehen vom Markt fiel mir dabei ein Auto mit Mannheimer Kennzeichen auf, welches an der Befestigung des Nummernschildes als Firmenwagen von Bilfinger erkennbar war.
Schon am Weg in den Markt kam mir ein junger Mann und eine junge Frau, beide mit Migrationshintergrund, entgegen. Meinte er,
„hat der Freunde?“
Sie,
„vorher schon. Aber die sind jetzt alle weg!”
Nun am Rückweg vom Markt meinte ein Passant,
„ist sie jetzt ganz gegangen zu denen?“
Darauf der zweite, beides Männer mittleren Alters,
„die haben es jetzt mit der Angst bekommen, dass doch alles auffliegt, was sie machen mit denen. Darum sind sie jetzt alle zusammengegangen.“