Mein Nachbar ist nun „gesprächsbereit“ mir mein Grundstück abzukaufen!
Frankfurt/Main, Wien, Donnerstag, der 9. November 2017:
Kaum kam ich heute Abend von der Arbeit nach Hause, sah ich auf meinem Mobiltelefon, ich hatte vormittags zwei Anrufe. Ich hatte mein Telefon deshalb nicht dabei, da es ein neues ist und ich hier noch nicht alle Einstellungen so habe, wie auf meinem alten Gerät. Vorsorglich hatte ich mit ein neues iPhone gekauft, ein SE, das billigste, was es gab, mehr kann ich mir ohnedies nicht leisten, da ich Bedenken habe, mein altes iPhone, ein 4S, wird bald seinen Geist aufgeben. Dafür bezahlte ich 90 € und aktualisierte meinen Tarif. Mein altes Gerät lasse ich noch so lange laufen, bis auf meinem neuen wieder alles so läuft, wie ich dies benötige, dann kündige ich meinen Vertrag in Deutschland, sodass ich dann auch nur mehr eine Telefonnummer habe.
Nun sah ich also auf meinem Mobiltelefon diese beiden Anrufe von heute Vormittag und rief sofort die erste Nummer, eine Festnetznummer, an, da es mich interessierte, wer denn die gewesen sein. Prompt meldete auch eine Frauenstimme – es war die Gattin meines Nachbarn von meinem Grundstück in Unterach, ebenfalls Wiener, Mitinhaber einer Kanzlei von Steuerberatern und Wirtschaftsprüfern und zudem soll er auch noch Mitglied der SPÖ sein. Sie bedankte sich für meinen Rückruf und meinte, ihr Mann wollte mich sprechen, er sei allerdings derzeit nicht zu Hause, würde mich allerdings noch heute Abend, oder spätestens morgen zurückrufen.
Nur wenige Minuten später klingelte schon mein Telefon. – Es war mein Nachbar aus Unterach. Er erklärte mir, der Grund seines Anrufes sei, die Straße an meinem Grundstück, welche ebenfalls zu meinem Grundstück gehört, würde total mit Buschwerk verwachsen. Bis letztes Jahr hätte der Bauer, welcher sich um die Grundstückspflege meiner Wiese kümmer, hätte dies bis letztes Jahr noch bereinigt, aber dieses Jahr geschah dies nicht mehr und deshalb würde das Buschwerk bereits auf die Straße ragen. Er und zwei weitere Nachbarn wollen deshalb etwas unternehmen und dies wieder gesäubert haben. Nun wollte er selbst mit dem Bauern sprechen, dieser kümmert sich auch um sein Grundstück, welches er von meinem Bruder 2007 gekauft hatte, aber dabei war mir gar nicht wohl, denn sonst kommt er auch womöglich noch mit Kosten auf mich zu. Daher hatte ich ihm zugesagt, selbst mit dem Bauern zu sprechen.
Nun, dieser Bauer hat eigentlich mein Grundstück gepachtet. Zwar mündlich und mit Handschlag, aber er hat es gepachtet. Er muss zwar dafür nichts bezahlen, denn dafür erhält er ja auch EU-Fördergelder, ca. 3.000 bis 4.000 € sollen dies sein, dafür muss er sich allerdings um die Pflege des Grundstücks kümmern. Diese Vereinbarung traf noch mein Bruder mit ihm, ich glaube sogar noch Mitte der 1990er Jahre, als das gesamte Grundstück noch im Gemeinschaftseigentum zwischen mir, meinem Bruder und meiner Mutter war.
Die Pflege dieses Grundstückes geschieht aber alles andere, als ordentlich. Jenen Teil der Wiese, welche einfach zu mähen ist, wird regelmäßig und zeitgerecht gemäht. Rund um die Hütte und zwischen den Obstbäumen geschieht aber fast nichts. Dies ist mir auch längst bekannt, aber ich ließ diese Pacht bisher einfach weiterlaufen und selbst habe ich leider so gut wie überhaupt keine Zeit, mich um dieses Grundstück und dessen Pflege zu kümmern. – Wie auch, arbeite ich doch nun wochentags in Frankfurt am Main, fast 600 km entfernt und am Wochenende bin ich 250 km entfernt davon in Wien.
Ich hatte meinem Nachbarn noch versprochen, mit dem Bauern zu sprechen, aber dann meinte er, falls ich irgendwann mit ihm über mein Grundstück sprechen wolle, dann kann ich mich jederzeit bei ihm melden. Reden darüber könnte man einmal darüber, aber ich wusste ohnedies, was er wollte, denn dies war nicht das erste Mal, dass er mir mein Grundstück abkaufen wollte.
Aber kaum hatte ich aufgelegt und mich wieder auf mein Bett gelegt, schon klingelte mein Telefon schon wieder. Mein Nachbar war noch einmal dran. Und da meinte er, nachdem er mir erklärte, wenn ich in Unterach sein, dann sei womöglich er nicht dort und wenn er dort wäre, sei ich nicht da, daher meinte er,
„wenn ich irgendwann mein Grundstück, oder auch nur Teile davon, verkaufen möchte, dann sei er jederzeit gesprächsbereit dafür.“
Nun könnte man meinen, dies sei aber ein netter Mensch. Ich befinde mich gerade in einer finanziellen Notlage und er sein „gesprächsbereit“, mir mein Grundstück abzukaufen. Also wäre ich doch damit vielleicht meine Sorgen los. Aber, warum ruft er mich gerade jetzt deshalb an? Erst letzten Montag hatte ich mir ein eingeschriebenes Schreiben meiner Bank, der Sparkasse Salzburg, vor der Post abgeholt, in dem mir nun angedroht wird, sie werden, falls ich nicht bis 6. November 2017 meine Restschuld von knapp über 10.000 € zurückbezahle, dann werde die Bank rechtliche Schritte einleiten, gerade in Bezug auf meine Liegenschaft in Unterach, welche damals, als ich um diesen Kredit ansuchte, als Hypothek zur Sicherung ins Grundbuch eigetragen wurde. Und nun, am 9. November, ich konnte diesen Restbetrag natürlich noch nicht bezahlen, ruft mich mein Nachbar an und meint, er wäre gesprächsbereit mir dies abzukaufen.
Ehrlich gesagt, würde es mich doch sehr interessieren, welche zwei Nachbarn sich nun ebenfalls über das Buschwerk auf meinem Grundstück beschwert hatten. Denn ein weiterer Nachbar arbeitet zufällig bei der Salzburger Sparkasse.
Ich würde ja sofort all meine Schulden zurück bezahlen, aber da ich außer diesen Job hier in Frankfurt nichts anderes mehr bekommen hatte und das gesamte Jahr 2016 arbeitslos zu Hause saß, habe ich dazu leider derzeit keine Möglichkeit. Und mit einem Gehalt von 60.000 € pro Jahr sollte man meinen, ich wäre ausreichend kreditwürdig um dies mit einem anderen Kredit auszugleichen. – Dies ist allerdings nicht mehr der Fall. Dazu müsste ich ganz nach Frankfurt ziehen, wozu man mich ja derzeit zwingen will, aber dafür ist mir allerdings das Risiko hier wieder arbeitslos zu werden, viel zu hoch ist und ich dann als Hartz IV-Empfänger bis an den Rest meines Lebens hier in Frankfurt fest hänge.
Also, was soll ich tun! – Ich bin eben restlos ausgeliefert! Und das habe ich keinesfalls selbst zu verantworten! Ich habe alles mir mögliche unternommen, um dies abzuwenden!
Naja! – So einfach, wenn auch langwierig, funktioniert es, jemandem sein Eigentum weg zu nehmen.
Zudem, wie hieß es da immer, „wenn es einmal funktioniert, dann funktioniert es immer!“ Das ist ein tolles neues System … Aber dieses System ist schlimmer, als all das, was bisher bekannt ist. Denn, hätte ich es mit einer bekannten kriminellen Organisation zu tun, dann könnte ich aktiv werden. Hätte ich es mit einem anerkannt fragwürdigen politischen System zu tun, dann könnte ich ebenfalls aktiv werden. Aber so! – So bleibt mir nur, dies alles nachzuweisen und darauf aufmerksam zu machen, in der Hoffnung, es geschieht doch noch etwas. Dieses System dieser „Organisierten“ ist schlimmer, als alles bisher Dagewesene!
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