„Da steht der Mann her innen, worüber sich alle so aufregen!“
Frankfurt am Main, Donnerstag, der 5. Oktober 2017:
Heute konnte ich nun endlich meine Arbeit nach meinem zweieinhalb wöchigen Urlaub endlich wieder aufnehmen.
Aber, Arbeit aufnehmen? – Naja, ich war eben wieder im Büro.
Am Abend ließ ich es mir allerdings nicht nehmen, in die Innenstadt zu fahren, um mir dort ein Bier zu genehmigen. Daher stand ich ab 21:30 Uhr in diesem „Anglo Irish Pub“ in Sachsenhausen an der Bar. Dort liefen, wie fast immer, an den unter der Decke montierten Fernsehen, Fußballübertragungen und so konnte ich wenigstens etwas fern sehen, wenn ich selbst schon keinen Fernseher mehr in meinem Appartement in Frankfurt habe. An diesem Abend spielte England in der WM-Qualifikation und daher waren, wie zu erwarten, auch fast ausschließlich Briten in diesem Lokal, um sich ebenfalls dieses Spiel anzusehen. Allerdings waren darunter sehr viele Gäste, welche ich in diesem Lokal, obwohl ich dort sehr oft hingehe, noch nie gesehen hatte. Aber gut, wenn, dann bin ich lediglich unter der Woche, von Montag bis Donnerstag, in diesem Lokal und da auch meist nur einmal die Woche. Allerdings lief an diesem Abend einer der Bediensteten dieses Lokals, ein Hesse mit irischen Wurzeln, relativ aufgeregt herum, verließ immer wieder das Lokal, kehrte dann aber schnell wieder zurück, setzte sich wieder an die Bar, den er arbeitete an diesem Abend nicht, er ist übrigens ein glühender Anhänger dieses „organisierten Unsinns“, und diskutierte danach mit einigen der Gäste. Das Spiel im Fernsehen war ihm offensichtlich ziemlich egal.
Kurz nach 22:30 Uhr ging plötzlich die Tür am Eingang in dieses Lokals auf, einer der Fernseher befindet sich direkt über dieser Türe, daher vielen mir die nun eintretenden Personen, es waren fünf jüngere Männer, sofort auf. Da reagierte einer dieser Männer sofort, als er mich an der Bar stehen sah, sonst stehe ich übrigens nicht an der Bar, sondern an der Außenseite dieses Lokals am Fenster, aber an diesem Tag war mein „Stammplatz“ durch die britischen Fußballfans belegt, deutete mit dem Kopf in meine Richtung und meinte zu seinen Begleitern,
„da steht dieser Mann her innen, worüber sich alle so aufregen!“
Und er ergänzte,
„da müssen wir jetzt etwas unternehmen!“
Darauf erwiderte einer dieser vier Männer, welche ihn begleiteten,
„ja, da können wir jetzt gar nicht machen!“
Aber der erste Mann ergänzte sofort,
„wir müssen den jetzt bezahlen, weil wir denen jetzt auch geholfen haben!“
Worauf der zweite Mann wieder erwiderte,
„und warum haben wir denen jetzt geholfen?“
„Sonst hätten die nie eine Ruhe gegeben!“,
antwortete der Erste wieder.
Und dann ergänzte er noch,
„im Übrigen machen wir weiter so, wie bisher! – Der muss sich bei denen durchsetzen, denn sonst müssten wir zugeben, es nicht erkannt zu haben, warum sie nun alle guten Leute weg haben wollen!“
Diese fünf Männer traten nicht einmal richtig in dieses Lokal ein, sondern all dies spielte sich ab, als sie noch,, bei offener Tür am Eingang befanden. Kaum war der Dialog dieser beiden Männer beendet, die restlichen Männer blieben die ganze Zeit über stumm, verließen sie auch schon wieder das Lokal.
Ich bekam regelrecht Wut, als ich all dies vernommen habe. Zudem viel dies ja nicht nur mir auf, sondern auch all diese britischen Fußballfans, welche sich ebenfalls im Eingangsbereich dieses Lokals befanden, bekamen dies auch alle mit. Da wendete sich zudem, nachdem diese Männer das Lokal wieder verlassen hatten, in meine Richtung und meinte zu einem seiner Kameraden,
„na? Hat er dies nun endlich mitbekommen? – Die wollen dies selbst so!“
Nun wäre ich beinahe zornig geworden. Am liebsten wäre ich diesen Männern nachgelaufen und hätte sie zur Rede gestellt. Aber mitten in der Fußgängerzone in dieser Straße, der Großen Ritterstraße Inmitten von Frankfurt Sachsenhausen wollte ich nun auch kein Aufsehen erregen, oder vielleicht deshalb für einen Tumult sorgen. Dazu liefen viel zu viele Leute noch durch diese Straße, oder saßen an den Tischen der Lokale im Freien.
Und genau von diesem fünf Personen, welche zuvor kurz dieses Lokal betreten hatten, möchte ich endlich einmal wissen, wer sie sind, wie sie dazu kommen, solch Dialoge in meiner direkten Umgebung zu führen und, vor allem, was ihr eigentlicher Beruf ist! Denn alleine durch ihr Auftreten vermittelt es den Anschein, dies sind keine normalen Zivilisten! Auch wenn jüngere Männer ein äußerst selbstbewusstes und bestimmtes Auftreten haben, diese verhalten sich in solch einer Umgebung anders. Aber genau diese Männer sind im Zusammenhang mit diesem Unwesen dieser „Organisierten“ und mit meiner Misere das eigentliche Problem! Sonst niemand. Denn das übliche, sonst eigentlich harmlose dumme Geschwätz anderer Gäste in solch Lokalen ist vergleichsweise harmlos und zudem, diese Gäste würden sich sonst mir gegenüber, und auch anderen Gästen gegenüber, ganz anders verhalten. Dies macht sie stark und lässt sie pöbelnd, mir und sonstigen Gästen gegenüber, agieren. Und dies lässt sie auch sonst Handlungen zu setzen, welche sie normaler Weise nie tätigen würden. Dadurch fühlen sie sich im Recht, dies zu tun. Und zudem, dies ist die Ursache dafür, warum sie sich anderen Bürgern gegenüber überlegen fühlen.
Im Zusammenhang mit diesen „Organisierten“ sind sie eindeutig zuzuordnen – sie gehören zu diesem sogenannten „Polizeidienst“! Aber ihr eigentlicher Beruf, dieser wäre von größter Bedeutung, um diesem Unwesen ein Ende zu setzen, damit der durchschnittliche Bürger wieder ein normales Leben führen könnte.
An diesem Abend blieb ich etwas länger als üblich – ich genehmigte mir zu meinen drei Pils noch ein kleines extra dazu. Dazu war ich viel zu aufgebracht um einfach, wie sonst, um 24:00 Uhr wieder mit der U-Bahn zurück auf den Riedberg in mein Appartement zu fahren. Viel zu oft hatte ich mir in den letzten zwei Jahren solch Begebenheiten wie eben zuvor selbst und direkt mit ansehen müssen! Diese Personen wollten sich einfach bei diesen „Organisierten“ dadurch beliebt machen und das kann ich überhaupt nicht verstehen – ja nicht einmal nachvollziehen!
Ich weiß gar nicht mehr, wie lange und wie oft ich schon dafür kritisiert, ja regelrecht beschimpft worden bin, weil ich immer in die gleichen Lokale gehe, aber genau darin liegt der Grund dafür – ich sehe einfach nicht ein, warum ich solch sinnlose, unnötige, ja widerliche Begebenheiten, wie diese an diesem Abend mit den fünf Männern des sogenannten „Polizeidienstes“ durch eine Vielzahl und die unterschiedlichsten Lokale ziehen soll! Dies muss endlich ein Ende finden!
Im Übrigen bekam ich an diesem Abend noch an einen der Tische im Hintergrund zu hören, die Aktion mit meiner Defekten Lichtmaschine stamme auch von diesem sogenannten „Polizeidienst“, denn sie wollten wissen, wie ich reagiere, wenn ich kein Geld mehr habe. Dies hatte ich aber schon oft genug angedeutet und zudem, mit jemandem selbst zu sprechen, das scheint in ihrem Repertoire nicht vorzukommen!
Aber, abseits dieser unnötigen Aktion mit diesen fünf Männern fand ich an diesem Abend noch eine kurze Unterhaltung, kurz nach Ende des Spiels, gleich neben mir an der Bar, zwischen zwei dieser britischen Fußballfans bemerkenswert, einem jungen Waliser, welcher auch noch extra betonte Waliser zu sein, und einem wohlbeleibten etwas älteren Mann aus dem Nordwesten Englands. Denn da meinte dieser Waliser zu dem Engländer, nachdem nun auch die Engländer bei denen dabei seien, ich lasse es einmal offen, was er damit gemeint haben könnte, seien die Spiele der englischen Mannschaft richtig schlecht geworden. Worauf prompt dieser Engländer erwiderte,
„na und! Was soll’s! jeder redet darüber- ich weiß, aber wir sind qualifiziert! Also, was soll’s!“
Dies alles in Englisch. – Dazu hatte ich aber in den letzten Jahren schon viel zu oft ähnliche Unterhaltungen zwischen Fußballfans, während und nach einem Spiel in ähnlicher Umgebung wahr genommen. Und dabei kann ich dem Waliser nur beipflichten, viele Fußballspiele sind in letzter Zeit wirklich schlecht geworden, auch von eigentlichen Spitzenmannschaften. Darin liegt auch der Grund, warum ich mir keine Spiele mehr bewusst ansehen – auch nicht im Fernsehen. In ein Fußballstadion würde ich ohnedies nicht gehen.
Darin liegt aber auch der Grund, warum ich mich so derart über dieses Verhalten dieses ominösen, sogenannten „Polizeidienstes“ aufrege. Denn, man stelle sich einmal vor, weltweit wird wegen offensichtlichen Spielmanipulationen ermittelt, und nun unterstützen Personen dieses sogenannten „Polizeidienstes“ auch noch Fußballfans, welche überhaupt nichts dabei finden, falls dies tatsächlich der Fall wäre! Ich glaube, hier sind sich viele gar nicht dessen bewusst, was sie tun, geschweige denn, was sie sagen! Man stelle sich nur vor, eines Tages würde sich herausstellen, all diese, oder zumindest viele dieser Spiele von Mannschaften, wo Fußballfans in den Stadien und vor den Fernsehgeräten einfach nur sagen, sie wären mit dabei, wären von einer großen kriminellen Organisation manipuliert worden, nur, um daraus riesen Gewinne abzuschöpfen – ist hier zum Beispiel diesen fünf Männern überhaupt bewusst, was dies bedeuten würde? Ich kann mir dies einfach nicht vorstellen!
Um zwei Uhr nachts war ich dann doch wieder zurück in meinem Appartement am Riedberg.
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