Wien, Donnerstag, der 31. Jänner 2008:
An diesem Nachmittag war um 15:00 Uhr eine größere Besprechung mit dem Führungskreis im Unternehmen angesagt. Und da dabei auch die offizielle Verabschiedung von Manfred K. in den Ruhestand begangen werden soll, war klar, was an diesem Tag zudem auch noch verkündet werden soll: Die Nachfolge von Manfred K. als Abteilungsleiter in der Gebäudetechnik im Unternehmen.
Zudem suchte kurz vor dieser Veranstaltung Manfred K. auch noch Franz K. auf, um ihn auf diese Besprechung vorzubereitet. Daher war klar, nun wird es offiziell. Franz K. wird Manfred K. als Abteilungsleiter folgen. Dazu meinte Manfred K., als er bei uns in unserem Großraumbüro stand,
„jetzt werden wir dann schauen, wie das weitergehen wird!“
Da sich aber auch Franz K. an diesem Tag bereits in Schale geworfen hatte, war auch jedem bewusst, er wurde längst davon in Kenntnis gesetzt. Trotzdem war Franz K. an diesem Tag regelrecht aufgeregt, sich auch seiner Sache noch längst nicht sicher, was ihm auch deutlich anzukennen war.
Dabei wurde er doch schon als Abteilungsleiter durch den neuen Geschäftsführers des Eigentümers darauf vorbereitet. Wohl auch deshalb, da Franz K. viele Defizite deutlich anzukennen waren. Weshalb er auch deshalb auf Schulungen für künftige Führungskräfte im nun neu geschaffenen Konzern nach Deutschland geschickt wurde.
Plötzlich verschwanden alle im Unternehmen und nach nur knapp einer halben Stunde später tauchten sie wieder auf. Es schien nun vollzogen worden zu sein. Aber trotzdem beruhigte sich Franz K. noch immer nicht. Sondern er verschwand gleich im Anschluss daran in den Feierabend.
Als ich dann am Abend wieder einmal in diesem Lokal in der Wiener Innenstadt gewesen war, diesem „1516“, bekam ich auch dort von einem Gast zu hören,
„bin gespannt, wie lange sie sich den nun noch behalten werden!“
Mir war schon klar, was nun geschehen war. Dies, obwohl ich mich dabei völlig heraushalten wollte!
(2021-06-03)