Salzburg, Montag, der 9. April 2007:
Meine Urlaubswoche zu Ostern war nun wieder zu Ende. Noch an diesem Abend ging es wieder nach Wien, da ich am folgenden Tag wieder in diesem Elektrounternehmen in Wien am Wienerberg arbeiten musste.
Ich war gerade dabei meine Sachen für diese Woche zu packen, mich darauf vorzubereiten mit meinem Auto nach Wien zu fahren, stand dabei noch einmal auf meinem Balkon, da sah ich ein junges Paar am Gehsteig unter meiner Wohnung, vorbei am Gastgarten des Lokals unter meiner Wohnung, entlang gehen. Dabei meinte der junge Mann,
„morgen ist die Gemeinderatssitzung bei denen, wobei es um seine Sache bei denen geht! – Hoffentlich passiert da nicht noch etwas und der bekommt das doch!“
Anfangs konnte ich es kaum fassen, was ich da zu hören bekommen hatte. Nicht deshalb, weil sich die beiden über die bevorstehende Gemeinderatssitzung in meinem alten Heimatdorf und darüber, dass es dabei um mein Ansuchen um Umwidmung eines Teiles meines Grundstückes gehen wird, das war ich längst gewohnt. Jedoch konnte ich es zunächst nicht fassen, weshalb darüber immer noch Unklarheit herrschte, wie die Abstimmung darüber ausgehen würde. Denn nachdem mein Ansuchen im Bauausschuss bereits behandelt worden war, vorher wäre es überhaupt nicht in eine Gemeinderatssitzung gekommen, und dies dort abgelehnt wurde, war mir längst klar, wie der Ausgang der Abstimmung ausgehen würde. Und diese Bauausschuss Sitzung war bereits im vergangenen Herbst.
Aber dabei darf man eben nicht vergessen, viele unter „denen“ wissen eben gar nicht, wie der Ablauf vor solch einer Gemeinderatssitzung aussieht. Denn meist am Vorabend solch einer Gemeinderatssitzung finden auch noch Fraktionssitzungen aller im Gemeinderat vertretenen Parteien statt, bei welchen alle Punkte, die auf der Tagesordnung der Gemeinderatssitzung stehen, vorher besprochen werden. Diese müssten somit an diesem Abend stattgefunden haben. Daher kann man auch die Verunsicherung „derer“ nachvollziehen, ob diese Abstimmung im Gemeinderat nun vielleicht doch noch für mich positiv ausgehen könnte und all ihre Anstrengungen dies zu verhindern wären somit umsonst gewesen.
Daher war mir allerdings auch klargeworden, weshalb die Aggressivität seit spätestens Weihnachten mir gegenüber dermaßen zugenommen hatte. Denn mittlerweile dürfte sich wohl bei allen durchgesprochen haben, dass mein Anliegen um Umwidmung nun im Gemeinderat meines alten Heimatdorfes behandelt werde, allerdings der Ausgang der Abstimmung darüber vielen von „denen“ nicht klar gewesen sein!
Hätte man mich seitens der Gemeinde, mein Bruder, oder wer auch immer, vom Termin dieser Gemeinderatssitzung, die ja öffentlich ist, verständigt, dann hätte ich mir auch noch für den 10. Und vielleicht auch für den 1. April Urlaub genommen, um dieser Sitzung beizuwohnen! Aber dies wurde offensichtlich bewusst nicht getan! So musste ich an diesem Abend nach Wien fahren, wusste allerdings worüber am folgenden Tag mich betreffend abgestimmt werden würde. Zudem wäre ich an diesem Abend noch in mein altes Heimatdorf gefahren, hätte dort das Lokal meines ehemaligen Nachbarn besucht, denn dort trafen sich meist alle Gemeinderäte nach den Fraktionssitzungen vor einer Gemeinderatssitzung.
(2021-03-04)