Wien, Freitag, der 30. März 2007:
An diesem Tag sollte ich nun also mein Dienstauto in diesem Elektrounternehmen am Wienerberg abgeben. Doch mit diesem Fahrzeug fuhr ich noch am Sonntag nach Wien, daher musste ich nun an diesem Wochenende mit dem Zug nach Salzburg zurückfahren. Jedoch hatte ich mein Gepäck dabei, welches noch im Kofferraum meines Dienstautos lag, da ich ja jeden Freitag mein Zimmer in dieser kleinen Pension in Oberlaa räumen musste.
Daher vereinbarte ich mit dem Einkäufer, welcher auch meinen Dienstwagen wieder zurücknehmen sollte, ich würde das Auto schon in der Früh am Firmengelände abstellen, mir allerdings noch bis ich mittags nach Hause fahre, die Schlüssel behalten, da ich noch mein Gepäck im Kofferraum hatte und dieses nun nicht erst mühsam ins Büro schleppen möchte, um es dann, wenn ich mittags das Unternehmen ins Wochenende verlasse, wieder runterschleppen muss. Dies war dem Einkäufer dann auch recht so. Allerdings dürfte ich keinesfalls noch mit dem wagen nach Hause fahren. Denn, wie er meinte, wäre der Chef ohnedies schon sehr gespannt darauf, wie mein Fahrzeug nun aussehen würde.
Worüber ich mich richtig ärgerte. Denn das Fahrzeug war nun gerade mal ein Jahr alt und sah nach wie vor wie neu aus! Allerdings hatte es eben nun relativ viele Kilometer am Tachometer stehen. Schließlich fuhr ich, allerdings wie vereinbart, damit jedes Wochenende zurück nach Hause, nach Salzburg.
Mittags verschwand ich dann aus dem Unternehmen, holte mir mein Gepäck aus meinem Auto, lief noch einmal kurz zum Einkäufer, legte ihm die Schlüssel auf seinen Platz und fuhr danach mit der Straßenbahn zum Westbahnhof, um mit dem Zug zurück nach Hause zu fahren.
Doch kaum saß ich im Zug, sah ich, wie ein Mann den Bahnsteig entlang ging und offensichtlich jemanden im Zug suchte. Denn als er bei mir angekommen war, blieb er stehen. Sah mich kurz an und meinte danach,
„jetzt ist er schon wieder da drinnen!“
Meine neue „Freundin“ in diesem Lokal in der Wiener Innenstadt war längst wieder das große Gesprächsthema geworden. Weshalb wohl auch nur dies gemeint sein konnte und dass ich deshalb schon wieder „da drinnen“ wäre, weil sonst hätte ich nicht schon wieder bei „denen“ eine „Freundin“. Wobei allerdings alles davon nur Quatsch war. Aber das kümmerte „die“ schon gar nicht und viele andere schienen offensichtlich zu glauben, was gerade so im „Gerede“ als Tratsch in war.
Denn dieser Mann kam mir bekannt vor. Es schien, als wäre es mein erster Chef bei ABB in Linz gewesen, als ich dort noch als Ferialpraktikant arbeitete. Worauf ich etwas irritiert war. Denn ihm hatte ich es nun gar nicht zugetraut, mich einfach mit diesem „Theater“ abzustempeln. Allerdings war ich mir auch nicht wirklich sicher, ob er es tatsächlich war. Egal. Es war und ist ohnedies Quatsch.
Schließlich hatte sich meine Strategie, nun nur mehr sehr wenige Lokale aufzusuchen, mich in Wien auf dieses „1516“ zu beschränken, bestens bewährt. Denn auch wenn ich dort niemanden persönlich kannte, kannte ich zumindest die Gesichter all jener, oder zumindest vieler davon, welcher sich permanent um mich tummelten, nur um dieses „Theater“, diese „Spielchen“ aufrecht zu erhalten. So stellte sich für mich heraus, in regelmäßigen Abständen von einigen Wochen, von drei bis zehn Wochen, meist jedoch einmal monatlich wurde ein Generalangriff auf mich gestartet! Welcher nun für mich leicht im Vorhinein nur durch die Art, wie die Akteure sich in meiner Umgebung verhielten, mich in ihrer Gegenwart behandelten, auch wenn es manchmal lediglich ein Grinsen in deren Gesichtern war, zu erkennen war und ich deshalb stets darauf vorbereitet war. Somit traf mich dies nun nicht mehr völlig unerwartet und auch wenn ich meist dagegen wenig unternehmen konnte, ich war wenigstens darauf vorbereitet. Weshalb es mir nun leichter fiel, dies zu ertragen.
Somit war mir auch klar, mich würde in den nächsten Wochen, bei nächster Gelegenheit oder auch Erfordernis, auch ein neuer Angriff mit meiner „neuen Freundin“ in diesem Lokal in der Wiener Innenstadt erwarten.
Daher war ich nie „drinnen“ und werde dies auch nie sein. Denn dies wäre für mich ohnedies nie möglich gewesen, da ich einfach nicht akzeptiert wurde. Sondern leidglich für den Auf- und Ausbau dieser Gemeinschaft „verwendet“ wurde.
(2021-03-02)