Salzburg, Donnerstag, der 23. Juni 2005:
Nachdem ich am Folgetag vormittags diesen Termin mit dem Personalchef in Linz vereinbart hatte, dachte ich schon die ganze Zeit darüber nach, mit wem ich denn nun noch in dieser VA Tech sprechen könnte, um zu erklären, was ich dort in den abgelaufenen sechs Monaten, eigentlich in den letzten beiden Jahren, erlebt hatte.
Mit diesem Segmentleiter wollte ich nicht noch einmal sprechen, denn dem hatte ich doch nun dieses Abenteuer mit der VA Tech in deren Zweigniederlassung in „München“ zu verdanken. Daher sah ich davon schon einmal grundsätzlich ab. Zudem hatte ich mit ihm nichts mehr zu tun. Es brachte auch nichts, als ich mit ihm im August des Vorjahres gesprochen hatte.
Doch da fiel mir heute Morgen ein, ich könnte doch mit dem Betriebsrat darüber sprechen. Schließlich ist der doch für die Anliegen der Mitarbeiter in solch einem Unternehmen zuständig. Nicht, dass ich mir von einem Gespräch etwas erwartet hätte, doch es wäre eine Möglichkeit, dort anzubringen, wie ich in diesem Unternehmen in den mittlerweile schon beinahe zwei Jahren behandelt worden war. Schließlich wollte ich, nachdem für mich alles in diesem Unternehmen abgeschlossen ist, ich mein letztes Gehalt überwiesen bekommen habe, vielleicht auch ein halbwegs akzeptables Dienstzeugnis erhalten habe, nichts mehr mit diesem Unternehmen weiter zu tun haben müssen.
Daher suchte ich mir die Telefonnummer des Betriebsrates in Linz und rief dort an. Dort bekam ich auch gleich die Gelegenheit mit dem Betriebsrat zu sprechen. Sogar den Termin konnte ich mir selbst aussuchen. Und nachdem ich am folgenden Tag ohnedies bereits bei Egon R., dem Personalchef ein Gespräch hatte, vereinbarte ich mit dem Betriebsrat einen weiteren Termin um elf Uhr.
Bei diesem Gespräch war ich wirklich gespannt, wie mein Gesprächspartner reagieren wird, schließlich kannte ich diesen Mann noch überhaupt nicht. Wohl kannte ich allerdings einen Betriebsrat in Salzburg, Michael B., und auch dessen Reaktionen auf mich.
(2020-10-15)