Linz, Freitag, der 24. Juni 2005:
Nun hatte ich also heute Vormittag um zehn Uhr mein Gespräch mit dem Personalchef Egon R. in Linz, worum ich am Dienstag, einen Tag nach meiner Kündigung in der Zweigniederlassung in „München“, gebeten hatte.
Kaum hatte dieses Gespräch in dessen Besprechungszimmer, im gleichen Zimmer, in welchem ich schon am 22. November 2004 saß, begonnen, sagte mir dieser, Harald W., „Harry“, in dessen Namen hatte mich ja Karl Pi. am Montag hinausgeworfen, hätte gar nicht die Befugnis gehabt, mich zu kündigen!
Aber dies war nun mal schon geschehen, daher sagte ich dem Personalchef, genau darüber und über die Ursachen dafür möchte ich nun mit ihm sprechen. Denn es könnte einfach nicht sein, dass ich mich auf eine Stellenausschreibung in diesem Unternehmen bewerbe, wie dies hier im April 2003 geschehen war, ich in diesem Unternehmen aufgenommen werde, es darin jedoch Personen, auch leitende Angestellte gäbe, welche meine Unterschrift unter dem Dienstvertrag offensichtlich auch als Unterschrift unter eine Art von Leibeigenschaft verstehen, welche sie befugt, zu glauben, mit mir tun und lassen zu können, wie es ihnen gefällt. Der Ton war meinerseits bereits zu Beginn des Gesprächs ziemlich rau, denn ich hatte von diesem Unternehmen mehr als genug.
So erzählte ich ihm, wie ich es auch schon am 22. November des vergangenen Jahres getan hatte, es gäbe wohl Personen in diesem Unternehmen, die meinten „Spielchen“ mit mir treiben zu müssen, mich für leitende Positionen in diesem Unternehmen ins Spiel brachten, weshalb andere Personen in diesem Unternehmen dies als Aufforderung sehen, mir in meiner beruflichen Arbeit derart zu schaden, damit dies nur ja nie umgesetzt werden könnte. Aber nicht nur in meiner beruflichen Arbeit, sondern sogar in meiner ganzen Umgebung, in meinem ganzen Leben, ja bis tief in meine Privatsphäre vordringen müssen, und dort Einfluss nehmen wollen, mir derart Schaden zufügen wollen, damit ich nur ja keinerlei Chancen habe, damit diese Gerüchte, und um mehr konnte es sich niemals gehandelt haben, da ich selbst dazu in diesem Unternehmen keinerlei Ambitionen hatte, in die Realität umgesetzt werden könnten. Dies mittlerweile sogar soweit ging, dass mein gesamten Leben zerstört ist und mir nichts weiter übrig bleiben wird, als irgendwo anders ein neues Leben zu beginnen. Da ich keinerlei Möglichkeiten mehr sehe, all dies, was sich in den letzten beiden Jahren, seitdem ich in diesem Unternehmen zu arbeiten begonnen hatte, jemals mehr in Griff zu bekommen.
Worauf Egon R. meinte, dies hätte es niemals gegeben! Allerdings musste ich ihm dazu etwas anderes erzählen. Denn darüber hatten wir doch bereits am 22. November letzten Jahres, zumindest ansatzweise, gesprochen. Nun hat dies eben noch einmal eine viel größere Dimension angenommen. Schließlich wollte ich nach München gehen, um dort bereits ein neues Leben zu beginnen. Wobei ich nur froh sein muss, mir nicht dort auch gleich eine Wohnung gesucht zu haben, beziehungsweise dieses Vorhaben noch rechtzeitig wieder abgebrochen hatte, da ich sonst nun mit einem äußerst großen Problem zusätzlich dastehen würde, wenn ich mich nun in München arbeitslos melden müsste, dort jedoch noch nicht einmal für ein deutsches Unternehmen gearbeitet hätte. Mir zudem in meiner alten Heimat, in Salzburg und vor allem in meinem alten Heimatdorf in Unterach und Umgebung mein kompletter Bekanntenkreis und sogar meine Freunde abhandengekommen waren, da dieses unsägliche Theater, welches sich daraus entwickelt hatte, nicht mehr zu ertragen war. Zudem dabei eine junge Frau, welche ich gerade einmal kennen, dabei eine solch wesentliche Rolle erhalten hatte, wo es gar hieß, erst wenn ich mit dieser Person eine engere Beziehung eingehen würde, hätte ich überhaupt nur die Möglichkeit für diese für mich in Aussicht gestellten leitenden Positionen in Frage zu kommen. Was zur Folge hatte, dass sich daraus ein ohnedies schon zuvor vorhandener Konflikt mit einem Wirt in Mondsee, regelrecht zu einem Kampf entwickelt hatte, welcher nun überhaupt nicht mehr einzudämmen sei. Ich zudem auch keine Möglichkeit mehr sehe, diese Angelegenheit mit dieser jungen Frau in Ordnung zu bringen. Damit war natürlich „Silly“ und der „verrückte Wirt“ gemeint.
Immer wieder wollte er mir ins Wort fallen und behauptete, dies alles hätte es niemals gegeben! Doch dazu hatte ich ihm noch andere Beispiele genannt. Denn auch am 30. März dieses Jahres hatte ich mit Karl Pi. darüber gesprochen. Da es mittlerweile so weit gekommen war, dass ich befürchten muss, meine derzeitige Beziehung würde auch deshalb zu Bruch gehen. Dessen Reaktionen darauf, die darauf folgenden Gespräche im Büro, der Versuch dies alles zu stoppen, waren deutlich zu vernehmen. Doch kaum zwei Wochen später begann alles wieder von vorne!
Nun wollte Egon R. mich in meinen weiteren Ausführungen über meine Erlebnisse in diesem Unternehmen stoppen und meinte, wenn dies so wäre, dann könnte er mich auch nicht nach Wien oder nach Graz versetzen, denn dort würde mich dann höchst wahrscheinloch Ähnliches erwarten. Doch als ich ihm dazu sagte, ich hätte gar kein Interesse in diesem Unternehmen weiter zu arbeiten, mich hier länger als eine Art Leibeigener behandeln zu lassen, meinte er nun, dies möge es wohl vielleicht in meiner Umgebung im Unternehmen gegeben haben, was nun auch zu meiner Reaktion führen würde, aber in gewissen Kreisen, in den oberen Führungskreisen des Unternehmens hätte es dies niemals gegeben!
Doch auch dazu hatte ich ihm etwas anderes zu Berichten. Nun wurde ich zudem in meinen Ausführungen derart heftig, sodass ich mit Egon R. zu schreien begonnen hatte, eine derartige Wut hatte ich mittlerweile in mir. Saß ich doch im August des letzten Jahres bei dem Segmentleiter, d<einem leitenden Angestellten er zweithöchsten Führungsebene im gesamten Konzern, um darüber mit ihm zu sprechen. Dabei hatte ich immer wieder weitere kleine Details dieses Gesprächs erwähnt, worauf der Personalchef plötzlich meinte,
„ja! Herr R. Das tut mir leid, dass das bei ihnen derartige Auswirkungen hatte.“
Nun beruhigte ich mich wieder halbwegs. Schließlich hatte er es nun nah beinahe einer Stunde zugegeben!
Als ich ihm dann noch einmal erklärte, ich hätte überhaupt kein Interesse weiter in diesem Unternehmen zu arbeiten, da ich sonst nicht mehr wüsste, wie ich jemals mein Leben wieder in Griff bekommen sollte, nachdem was ich in diesem Unternehmen erleben musste, war dieses Gespräch vorbei.
Gespräch beim Betriebsrat:
Nun war ich so richtig in Fahrt, meinen Unmut darüber, was ich in den vergangenen zwei Jahren in diesem Unternehmen erleben musste, anzubringen. Mittlerweile war es genau elf Uhr geworden. Das Gespräch beim Personalchef dauerte also genau eine Stunde. Daher kam ich auch pünktlich zu meinem Termin, welchen ich mir tags zuvor beim Betriebsrat geben ließ. Dieser hatte zudem sein Büro nur wenige Türen entfernt am Anfang des Ganges. Daher musste ich auch gar nicht erst am Empfang fragen, wo ich diesen finden könnte, ging ich doch zuvor schon an dessen Tür vorbei.
Somit begann ich auch dort mit meinen Erzählungen über meine Erlebnisse in diesem Unternehmen und welche Auswirkungen dies mittlerweile auf mein gesamtes Leben hatten. Doch dieser wusste längst darüber Bescheid, worüber ich mit ihm heute sprechen möchte und war deshalb auch darauf vorbereitet. Daher meinte er zu mir,
„dann sagen Sie mir genau, wer da wann, wo und wie etwas getan hat. Denn sonst können wir da gar nichts unternehmen!“
Dabei wollte er schon auf dem leeren Notizblock, der auf seinem Schreibtisch lag, zu notieren beginnen. Doch als ich dabei sein hämisch grinsendes Gesicht sehen musste, wollte ich dieses Gespräch auch nicht mehr weiterführen.
Eine derartige Reaktion hatte ich schon beinahe erwartet. Daher sagte ich ihm darauf lediglich, wenn ich dies einmal so genau zusammengetragen haben werde, dann würde ich mich mit einem Anwalt an die Behörden wenden und wir würden vor Gericht enden. Egal ob ich das Unternehmen klage, oder Behörden von sich aus tätig werden, denn grundlos geschah all dies keinesfalls.
Somit war dieses Gespräch äußerst rasch beendet! Dies dauerte vielleicht gerade einmal zehn Minuten. Irgendwelche Erwartungen aus diesem Gespräch hatte ich ohnedies nicht. Daher war ich auch froh, als dieses zu Ende war. Allerdings kam mir dabei die Einsicht, es hätte wohl auch gar keinen Sinn, mich um weitere Gespräche diesbezüglich zu bemühen. Es wäre wohl besser, mich nun wichtigeren Dingen zuzuwenden – meiner Zukunft.
Wobei, eines muss ich dazu unbedingt festhallten. Ich blieb bei beiden Gesprächen, obwohl es beim Personalchef sogar richtig laut wurde, stets korrekt!
Was ich allerdings an diesem Tag noch nicht wusste war, ich saß beim ersten Gespräch dieses Tages sogar beim obersten Personalchef des gesamten Konzernes! Aber auch wenn ich dies gewusst hätte, der Verlauf dieses Gespräches wäre der gleiche gewesen!
(2020-10-15)