Das erste Mal bei der Polizei wegen diesem Unwesen
Salzburg, Samstag, der 17. April 2004:
Nun beschloss ich also am Samstag Nachmittag, wegen diesem unsäglichen Theater mit diesem „verrückten Wirt“ zur Polizei zu gehen. So konnte es einfach nicht mehr weiter gehen. Denn, warum dessen Intrigenspiel funktionierte, hatte er doch selbst lediglich eine Hand voll Helferleins, war mir nicht klar. Aber ich wusste, er hat beste Kontakte in das Rotlichtmilieu, zudem zur größten Bordellkette in deutschsprachigen Raum. Und damit wollte ich selbst nun überhaupt nichts zu tun haben.
So fuhr ich mit meinem Auto am frühen Nachmittag zum Polizei Wachposten in Gnigl. Ich wurde dort vorstellig und brachte mein Anliegen wegen diesem „verrückten Wirt“ vor. Natürlich nannte ich ihn bei seinem richtigen Namen und bezeichnete ihn nicht, so wie ich es in dieser Zeit schon sehr oft zu hören bekam, als „verrückten Wirt“. Nun schilderte ich dem Polizeibeamten dass ich hier mit ihm ein sehr großes Problem hätte, dies unvorstellbare Auswirkungen auf mein Berufs- und mein Privatleben hätte und dies so nicht weiter gehen könne. Aber der Polizeibeamte meinte, in diesem Fall könnten sie nichts unternehmen, denn hier müsste zuvor etwas vorgefallen sein, welches für die Polizei von Bedeutung sei. Dies würde aber so noch nicht gegeben zu sein, daher könnten sie mir in dieser Angelegenheit nicht weiter helfen.
Nun schilderte ich dem Polizeibeamten auch noch, wie schwer es sei hier, zudem für mich alleine, dabei etwas Relevantes zu finden, spielt sich dabei doch sehr viel im Verborgenen ab. Außerdem hätte ich die Vermutung, hier müsse etwas dahinter stecken, denn sonst gäbe es dies alles nicht. Damals wusste ich natürlich schon viel mehr über all dies, was hier vorgeht, aber wie soll man dies jemandem erklären, dies war für mich schon seit Jahren das große Problem.
Aber eines muss ich dabei schon anmerken, diesem Polizeibeamten konnte ich in all seinen Reaktionen auf meine Ausführungen ganz genau anmerken, er müsste eigentlich ganz genau wissen, was ich meine. Dies hatte mich auch überhaupt nicht verwundert, denn hatte ich doch selbst schon unzählige Male Polizeibeamten dabei beobachtet, wie sie über dieses Theater rätselten. Was dabei eventuell dahinter stecken könnte, worin die Ursache dafür liegt und wer womöglich die Verantwortung dafür trägt. Aber dieser Polizeibeamte wollte mit mir darüber nicht weiter sprechen.
Nun hatte ich schon befürchtet, ich müsste hier wohl erst mit einem konkreten Fall vorstellig werden, daher hatte ich es auch nicht mehr besonders lange versucht, mit ihm darüber zu sprechen. Dieser Polizeibeamte meinte noch, wenn sie etwas Konkretes haben, oder auch nur einen konkreten Verdacht, dann könnte ich gerne wieder kommen, aber so könnten sie nichts unternehmen. Dies war es, was ich befürchtet hatte, denn nun konnte ich mich wieder alleine auf die Suche begeben. Irgendetwas wäre zu finden, egal was es ist, denn umsonst gäbe es dies alles nicht. Niemand beginnt sich aus Spaß zu organisieren, das war mir klar.
Und diesem Polizeibeamten zu sagen, ich hätte in meiner Arbeit mitbekommen und daher auch den konkreten Verdacht, dort wolle man ein mafiaähnliches Netzwerk aufbauen und der „verrückte Wirt“ hilft ihnen dabei, so weit wollte ich einfach nicht gehen, denn dabei hatte ich die Befürchtung, sollte dabei aufkommen, ich wäre der Urheber dieser Anzeige, dann hätte ich in meiner Arbeit und auch in meinem ganzen späteren Berufsleben nur mehr Schwierigkeiten. Das war es mir einfach nicht wert. Zudem war ich auch damals noch der Ansicht, dies würde ohnedies niemals funktionieren, denn dazu gingen die mir bisher bekannten Personen, wie dieser „Hörbi“, oder Richard B., viel zu unbeholfen dabei vor. Ehrlich gesagt, damals hielt ich all die Personen, welche ich damit in Zusammenhang bringen konnte, einfach für Verrückte. Das sehe ich übrigens heute immer noch so, allerdings ist mittlerweile die Dimension eine ganz andere!
Außerdem war ich damals noch der Ansicht und davon überzeugt, würde ich dieses Theater mit diesem „verrückten Wirt“ in Griff bekommen, dann würden sich all die restlichen Probleme, die sich im Zusammenhang damit ergeben haben, von selbst wieder lösen.
Also verließ ich wieder unverrichteter Dinge die Polizeidienststelle. Allerdings war ich der Meinung, als ich mit diesem Polizeibeamten sprach, hätte ich auf einem der Tische hinter dem Schalter eine Mappe gesehen, auf der ein Name stand – und dieser Name war mein Familienname. Darüber war ich richtig irritiert, denn dies wäre zudem ein außergewöhnlicher Zufall gewesen. Denn mein Name ist zwar nicht besonders selten, aber wirklich häufig auch wieder nicht.
In meinen Gedanken beschäftigt mich dies bis heute, denn sollte es tatsächlich der Fall sein, dieser „verrückte Wirt“, oder eine seiner Helferlein hätte mich tatsächlich Ende Sommer des Jahres zuvor angezeigt, nur weil ich einen weiteren Versuch unternahm, dieses Theater in Griff zu bekommen, dann wäre dies der ideale Zeitpunkt gewesen. Dieses Unwesen mit diesen „Organisierten“ und diesem „verrückten Wirt“, dies hätte es auch ohne mich gegeben, aber dieser unnötige Aufruhr wegen meiner Person wäre damals binnen, ich schätze zwei, drei Wochen restlos aufgeklärt gewesen!
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