Salzburg, Dienstag, der 9. März 2004:
An diesem Morgen saß ich, gemeinsam mit „Zucki“, in meinem Bürozimmer, als plötzlich die Eingangstür ins Büro aufging und ein sehr bekannter, ehemaliger Spieler des Fußballclubs Austria Salzburg im Büro stand. Beide sahen wir zur Tür, wer denn nun das Büro betreten hatte. Dieser Mann, er spielte zudem auch im österreichischen Fußball Nationalteam und war später auch als Torwart Trainer für das Nationalteam berufen worden, aktuell war er für den Polizeisportverein Salzburg tätig, blickte mich genau an, mittlerweile kam ich mir wirklich vor wie in einem Glaskäfig, welches „Zucki“ genau und auch erschrocken mitverfolgte, begrüßte unsere Empfangsdame Andrea H., drehte sich danach um und verschwand im Büro in Richtung des Büros des Geschäftsführers.
„Zucki“, immer noch ganz erschrocken, sah, wie ich dies mitverfolgte, und meinte dann,
„kennst Du den?“
Worauf ich ihm erklärt habe, ich sei zwar kein großer Fußballfan. Allerdings würde ich dies doch hin und wieder im Fernsehen sehen, daher würde ich sehr wohl wissen, wer denn da gerade gekommen war. Besonders erschrocken war ich ja doch nicht. Denn schon in den vergangenen Tagen war bereits ebenfalls ein ehemaliger Spieler der Austria Salzburg im Büro gewesen, wie auch an andere Personen, welche, wie ich dachte, unseren neuen Geschäftsführer Christian H. kannten, sie waren ja alle beinahe im gleichen Alter, um ihm die Aufwartung zu erweisen. Meist verschwanden diese Personen dann auch noch in Richtung Büro von Karl P., wobei ich hier ebenfalls einfach davon ausgegangen war, sie würden sich eben kennen. Seine Affinität von Karl P. zum Fußball hatte mir ja Karl P. auf der Fahrt nach Innsbruck im vergangenen Herbst ja eindeutig kundgetan. Daher war ich dann doch nicht besonders überrascht über solche Besuche im Büro.
Doch dann ergänzte „Zucki“ noch regelrecht drohend,
„der hat eine Menge Freunde in dieser Firma!“
Worüber ich dann doch etwas erschrocken war, wie er dies sagte. Als müsste ich deshalb Bedenken haben. Allerdings konnte ich damit überhaupt nichts anfangen. Daher nahm ich dies einfach zur Kenntnis und sprach auch mit „Zucki“ nicht weiter darüber.
Am Nachmittag kam allerdings „Zucki“ noch einmal direkt zu mir an meinen Arbeitsplatz und hielt mir plötzlich ein Mannschaftsfoto der aktuellen Mannschaft von FK Austria Salzburg vor das Gesicht und meinte dabei,
„kennst Du davon wenigstens auch einen?“
Worauf ich nun damit überhaupt nichts anfangen konnte und ihm nur sagte, dies scheint wohl die Mannschaft der Austria Salzburg zu sein. Jedoch kennen würde ich davon niemanden, persönlich schon gar nicht, sollte er dies meinen. Ich konnte einfach überhaupt nichts damit anfangen, was er mir damit meinen könnte. Doch er meinte darauf,
„da sollte ich allerdings einen kennen!“
Und ergänzte,
„vor allem, wenn ich mich mit einem Wirt herumstreite!“
Nun war ich völlig verwirrt, was er damit meinen könnte. Auch wenn mir klar war, er könnte mit dem „mit einem Wirt herumstreiten“ lediglich den „verrückten Wirt“ in Mondsee meinen, wovon ich ihm in den letzten Tagen und Wochen schon des Öfteren erzählt hatte. Aber was er mir damit mitteilen wollte, davon hatte ich überhaupt keine Ahnung!
(2020-01-30)