Innsbruck, Donnerstag, der 18. März 2004:
Gleich am Morgen begab ich mich auf die Fahrt nach Innsbruck, um dort, wie es mir mein Chef am Montag aufgetragen hatte, an der Vorstellung des Segmentleiters für den Bereich Schwachstrom teilzunehmen.
Dazu hatte ich mich zuvor etwas schlau gemacht, mit wem ich es denn an diesem Tag zu tun bekommen würde. Dabei hatte ich erfahren, der gesamte Geschäftsbereich des Konzerns ist in 4 Segmente unterteilt, die von jeweiligen Segmentleitern geführt werden, welche in der Hierarchie des Konzerns direkt unterhalb der Vorstände angesiedelt sind. Also hatte ich es mit Dipl. Ing. Herbert St., dem Segmentleiter für den Bereich Schwachstromtechnik mit einem der sogenannten hohen Tiere im Konzern zu tun, welcher zudem auch noch seinen Sitz in Linz hat.
Darüber war ich ganz erfreut, denn so wie sich dies bisher für mich in diesem Unternehmen dargestellt hatte, bestünde wohl meine einzige Chance, hier doch noch vernünftig tätig zu werden und all dies, was in den bisherigen Monaten, in welchem ich in diesem Unternehmen angestellt war, wieder etwas in die Reihe, in geordnete Bahnen zu bringen darin, selbst endlich Einfluss auf maßgebliche Personen in diesem Unternehmen ausüben zu können, um diesem Gerede, diesen Intrigen endlich zu entfliehen. Vielleicht würde sich daraus auch etwas für die Zukunft entwickeln. Denn das bisherige war ohnedies nicht mehr gut zu machen, dafür hatten sich verschiedene Personen seitdem ich in diesem Unternehmen tätig gewesen war, zu sehr negativ für meine weitere berufliche Laufbahn, ja für mein gesamtes Leben benommen. Nun sah ich eine Chance, hier endlich selbst aktiv zu werden und dem entgegenzuwirken.
Einige ausgewählte Mitarbeiter versammelten sich dann am Vormittag im Besprechungsraums des Büros in Innsbruck im Untergeschoß des Gebäudes, wo der Segmentleiter dann seinen Bereich vorstellte. All seine Ausführungen klangen auch sehr kompetent und höchst interessant. Daher war dies eine gelungener Tag und als danach auch noch ein Chef mich direkt mit DI Herbert St. vorstellte, dieser auch gleich mit einem Projekt, welches derzeit noch in Planung wäre, auf mich zukam, bei welchem ich schon in der Planung involviert wein soll, war ich auch recht zuversichtlich.
Zudem sollte ich auch noch an einer mehrtägigen Schulung Ende April in Wien teilnehmen, bei welcher er ebenfalls anwesend wein werde, wo wir noch weitere Schritte dazu besprechen werden.
Es schien sich also nun tatsächlich etwas zu tun. Auch wenn ich dem kaum trauen konnte – und auch nicht wollte!
(2020-01-31)