Salzburg, Donnerstag, der 26. Juni 2003:
Den ganzen Tag über hatte ich schon nach einer passenden Gelegenheit gesucht, um meinem Chef meine Kündigung mit Ende Juli mittzuteilen. Aber immer wieder kam etwas dazwischen.
Am späteren Nachmittag, gegen 17:00 Uhr, war es dann aber endlich so weit. Viel mehr Zeit wäre mir auch nicht mehr geblieben, wollte ich auch noch an diesem Tag kündigen. Da saß ich beinahe alleine im Großraumbüro der Projektleiter, in welchem auch der Chef seinen Arbeitsplatz hatte, der zweite Chef, Rudi K., hatte sich für diesen Tag bereits zurückgezogen und verschwand in deren Wohnung im ersten Obergeschoß, da fragte ich Walter H., ob er denn nicht kurz für mich Zeit hätte, denn ich hätte etwas mit ihm zu besprechen. Worauf er dem sofort zustimmte und mit mir auch gleich aus dem Großraumbüro hinaus ging, ohne dass ich ihn dazu bitten musste.
Im Vorraum des Büros teilte ich ihm dann mit, dass ich per Ende Juli kündige. Es war allerdings, als hätte er ohnedies längst darauf gewartet und quittierte dies lediglich mit einem,
„ja!“
Und sagte nichts weiter dazu.
Es war nicht nur so, als hätte er ohnedies bereits darauf gewartet, sondern es sah sogar danach aus, als wäre er regelrecht froh darüber gewesen!
Worauf das Gespräch nach nur wenigen Sekunden bereits wieder beendet war. Aber alleine an dessen Reaktion wurde mir klar, dass ich gut daran getan hatte, endlich in diesem Büro aufzuhören, denn hier gab es einfach keine Zukunft mehr für mich. – Weshalb auch immer. Hatte ich ihm doch bei diesem Projekt „NVD“ regelrecht den Kopf aus der Schlinge gezogen.
Aber so ist es eben. Wer auf Dank hofft, der hofft vergebens!
(2019-08-25)