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„Der ruiniert die Firma!“

Freitag, 9. Oktober, 1998Samstag, 29. Oktober, 2022
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„Der ruiniert die Firma!“
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Unterach, Freitag, der 9. Oktober 1998:

Wieder einmal saß ich an einem Freitagabend bei meiner Mutter im Wohnzimmer und unterhielt mich mit ihr. Dabei meinte sie, ich sollte mich mehr um das Unternehmen kümmern. Aber ich musste ihr darauf erwidern, dass ich, aus meiner Sicht, bereits beim Maximum dessen, was ich im Unternehmen tun könnte, angekommen wäre. Dies wäre eben die Aufgabe meines Bruders, sich um das Unternehmen zu kümmern. Ich könnte dafür eigentlich nicht viel mehr tun, als die Gewerbeberechtigung zur Verfügung stellen.

Doch meine Mutter ließ nicht los und meinte über meinen Bruder,

„der ruiniert die Firma!“

Wörtlich meinte sie im Dialekt,

„der drahd die Firma owi!“

Wie man in der Region eben so redet.

Dabei musste ich ihr allerdings zustimmen, denn auch ich hatte mittlerweile größte Bedenken, dass das Unternehmen in den Händen meines Bruders auch in guten Händen wäre, hatte er mir doch erst Tage zuvor mitgeteilt, dass der Kreditrahmen für das Unternehmen bei der Hausbank, der Volksbank in Mondsee, schon wieder aufgestockt werden müsse. Was unter anderem wieder nichts anderes bedeutet als einen Notariatsakt, wovor mit mittlerweile jedes Mal schon angst und bange wurde.

Dies dürfte er auch schon meiner Mutter mitgeteilt haben, weshalb sie nun unbedingt mit mir sprechen wollte, damit ich mich künftig mehr um das Unternehmen kümmern solle, denn aus ihrer Sicht würde dies durch meinen Bruder nicht ausreichend geschehen.

Allerdings konnte ich ihr dazu nicht mehr sagen, als dass ich ohnedies bereits alles tun würde, was ich dafür in meiner Macht sehen würde. Schließlich brächte es nichts, wenn ich mich mehr in das Tagesgeschäft einbringen würde. Es könnte dem Unternehmen sogar mehr schaden, als dass ich dabei behilflich wäre. Gerade nachdem was ich in diesem Sommer in diesem Ort erleben musste. Ich wäre eben bei einer Vielzahl an Kunden einfach nicht ausreichend akzeptiert, sodass es eben bei meinem Bruder besser aufgehoben wäre. Es wäre zwar nicht so, dass ich von allen nicht akzeptiert werden würde, ganz im Gegenteil, allerdings gäbe es eben viele, und das wären eben zu viele, um ganz die Führung im Unternehmen zu übernehmen. Weshalb dies dem Geschäft eher schaden würde.

Wobei ich ihr noch einmal, wie schon Anfang September, meine Erlebnisse in diesem Sommer, gerade mit dieser „Michi“, erzählt hatte. Damals hatte ich ihr zudem noch etwas hoffnungsvoll davon erzählt, dass sie noch einmal in diesem Jahr kommen möchte. Doch dann erzählte ich ihr auch, wie dies geendet hatte und was ich dazu letzten Sonntagabend in „Sigi’s Pub“ erlebt hatte. Worüber sie nur den Kopf schütteln konnte.

Aber so ist es eben in diesem Dorf für mich. Daher scheint es für mich, aber auch für das Unternehmen, für die Familie, besser zu sein, wenn ich mir wieder eine Ganztagsbeschäftigung, vorzugsweise in Salzburg, suche und nur nebenbei für das Unternehmen tätig wäre. Wobei sie mir dabei auch nicht widersprechen wollte.

Zudem schien es für mich bisher so, als möchte er ohnedies das Unternehmen am liebsten ganz alleine übernehmen. Meinte er doch am Abend, als ich mich Anfang September schon mit ihr darüber unterhalten hatte, als ich in danach in der Weinschänke am Dorfplatz traf, wir sollten ein Wettrennen veranstalten, wer als erstes einen Job erhält. Der sollte das Unternehmen verlassen und der andere sollte danach das Unternehmen weiter leiten. Was ich ihm zwar sofort untersagt hatte, denn so könnte man weder einen neuen Job suchen noch das Unternehmen leiten. Doch da er danach bisher noch kein weiters Wort darüber zu mir verloren hatte, ich ihm allerdings damals sagte, mir nun verstärkt einen neuen Ganztagsjob zu suchen, ging ich davon aus, dass er es eben sei, der das Unternehmen gerne ganz und für sich alleine übernehmen möchte.

Allerdings ginge dies eben nicht, da er selbst nicht die Voraussetzungen zur Gewerbeausübung hätte. Weshalb ich eben weiter, auch wenn ich dann wieder einen neuen Ganztagsjob hätte, mich auch um das Unternehmen kümmern werde. Allerdings mehr, als dass ich dies schon bisher tat, würde eben nicht gehen. Auch nichts bringen.

Ich würde mich dabei ohnedies, soweit dies eben für mich möglich wäre, auch darum kümmern, ob im Unternehmen auch alles mit rechten Dingen zugehe. Schließlich wäre mir schon öfters zu Ohren gekommen, mein Bruder würde etwas an den offiziellen Ergebnissen vorbei wirtschaften. Allerdings wäre mir dazu noch nie etwas aufgefallen. Wobei ich allerdings nicht überall Einblick hätte. Ich aber trotzdem auch die Ansicht hätte, irgendetwas könne im Unternehmen nicht stimmen. Alleine schon deshalb, da so gut wie gar nichts dabei abfällt.

In Vielem stimmte mir meine Mutter dabei zu. Wenngleich sie darüber nicht besonders glücklich schien. Aber zuletzt meinte sie,

„dann schneidet er sich aber selbst ins Fleisch!“

Wobei ich ihr wieder zustimmen musste. Denn genau deshalb möchte auch ich, dass mein Bruder alleine für das Unternehmen verantwortlich ist und somit auch für sein Einkommen selbst verantwortlich ist. Ich hingegen von meiner Tätigkeit als Angestellter in einem anderen Unternehmen lebe und nur ganz geringfügig dafür, dass ich eben als gewerberechtlicher Geschäftsführer in Unternehmen eingetragen bin, entschädigt werde. Der Rest soll meinem Bruder zustehen. Egal wie viel er damit erwirtschaftet. Aber darüber musste man aktuell ohnedies nicht nachdenken. Wenn er dabei etwas an den offiziellen Geschäftsberichten vorbei wirtschaftet, dann tat und sollte er dies für sich selbst tun. Ich möchte weder davon etwas haben noch dafür verantwortlich sein. Aber auch nicht darauf angewiesen sein.

Etwas, dass mich besonders an der Arbeit meines Bruders im Unternehmen störte, war, dass es meist über ein Jahr dauerte, bis endlich die Bilanz erstellt wurde. Müsste es doch einen Unternehmer brennend interessieren, wie viel er im abgelaufenen Jahr erwirtschaftet hatte. Aber das schien für meinen Bruder überhaupt keine Bedeutung zu haben. Und dies war stets für mich der Hauptgrund, weshalb ich mich, soweit es ginge, aus dem Unternehmen heraushalten wollte. Denn dies entsprach so gar nicht meinen Vorstellungen über die Geschäftsführung des eigenen Unternehmens.

Ich war regelrecht froh darüber, dass mich meine Mutter darüber an diesem Abend angesprochen hatte. Denn erstens sah ich dabei, dass ich mit ihr weitgehend gleicher Meinung war, es mir allerdings auch zeigte, dass es ihr lieber wäre, würde ich das Unternehmen übernehmen. Zudem konnte ich ihr dabei auch gleichklarmachen, dass ich möglichst bald wieder ganztägig in einem anderen Unternehmen tätig werden möchte. Denn davor hatte ich regelrecht Bammel, deshalb mit ihr noch gröbere Auseinandersetzungen zu haben.

(2022-10-29)

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